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Montag, 13. Dezember 2021

Vera Cruz (Vera Cruz)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Robert Aldrich

Unter der heißen Sonne von Mexiko....

Im Filmjahr 1954 gelang Robert Aldrich mit seinem Mexiko-Western "Vera Cruz" ein sagenhafter Erfolg. Der Film spielt4e alleine in den USA 11 Millionen Dollar ein und landete auf 6. Platz in den Kino-Jahrescharts. Man kann also durchaus von einem Blockbuster sprechen. Darüberhinaus hatte "Vera Cruz" aufgrund seiner zynischen Haltung und den vielen amoralischen Charaktere, die im Film einen Hauptrolle spielen, einen riesigen Einfluss auf die Zukunft des Westernfilms. Dies galt zwar im Erscheinungsjahr fast noch schockierend, aber spätere Meisterwerke wie "Die glorreichen Sieben" (John Sturges), "Die gefürchteten Vier" (Richard Brooks), "Wild Bunch" (Sam Peckinpah" und natürlich die Western von Sergio Leone orientierten sich an diese zwielichtigen Figuren.
"Vera Cruz" war Aldrichs erster Western, es folgte kurze Zeit später "Massai" (ebenfalls mit Burt Lanchaster) und in seiner weiteren Laufbahn "El Perdito", "Vier für Texas", "Keine Gnade für Ulzana" sowie das komödiantische Sptäwerk "Ein Rabbi im wilden Westen".
Die Geschichte ereignet sich nach dem amerikanischen Bürgerkrieg, der natürlich viele problematische Existenzen zur Folge hatte. So ist auch der Südstaatler und ehemalige Soldat Ben Trane (Gary Cooper) einer dieser Männer, die nach dem Krieg nie wieder so richtig Fuß fassen konnte. Seine Plantage hat er durch den Krieg verloren. Und nun sucht er im benachbarten Mexiko einen Job als Söldner. Denn dort ist immer noch Krieg. Obwohl die Konservativen in Mexiko den Bürgerkrieg eigentlich schon verloren haben, mischt sich Frankreich in die Angelegenheiten von Mexiko und interveniert mit em Ziel den Konservativen nachträglich zur Macht zu verhelfen und eine von Frankreich abhängige Monarchie zu installieren. Die konservative Junta proklamierte nun ein "Kaiserreich Mexiko" und die Krone wurde Erzerzog Maximilian (George MacReady) angeboten, der unter der Bedingung annahm, dass in Mexiko eine Volksabstimmung stattfinden solle, bei der sein Name zur Wahl stünde. Er wusste nicht, dass diese Wahl von den konservativen Kräften gefälscht wurde und so war in seinem Glauben bestärkt seine Herrschaft sei vom Volk Mexikos gewollt. Doch das Volk will Reformen und Veränderung und verehrt Benito Juarez.
Inmitten dieser Spannungen zwischen Regierung und Rebellen sollten doch Männer in Mexiko gebraucht werden, die für gutes Geld auch kämpfen können. Auf seinem Weg trifft er den Revolverhelden Joe Erin (Burt Lancaster). Da Ben Trane ein Pferd braucht, kauft er Erin eines ab. Das Problem ist nur, dass es sich um ein gestohlenes Pferd handelt, dass der mexikanischen Armee gehört. Dies merkt Trane aber erst, als er gemeinsam mit Erin vor den schießenden Truppen flüchten muss. Die beiden Männer reiten später weiterhin zusammen. Erin hat eine Bande (u.a. Ernest Borgnine, Jack Elam, Charles Bronson, Archie Savage), die ihn unterstützt. Die beiden Männer treffen danach sowohl die Rebellen als auch die Regierungstruppen und da Letztere besser bezahlen können als die armen Juarez Anhänger, nehmen sie das Angebot des Marquis Henri de Labordere (Cesar Romero) einen gefährlichen Auftrag für den Kaiser zu übernehmen. Die Gräfin Duvarre (Denise Darcel) soll von der Hauptstadt in die Hafenstadt Vera Cruz begleitet werden. Der Lohn hört sich gut an: 50.000 Dollar für diese Mission. Doch dies ist nicht der wahre Grund für die Begleitung der Söldner. Die sollen nur nicht erfahren, dass in der kutsche 3 Millionen Dollar in Gold mit auf die Reise gehen sollen. Die gefährliche Reise hat natürlich Tücken, denn die Juaristen lauern überall und die Gräfin hat mit dem Gold eigene Pläne....

Natürlich erfahren die beiden neuen Freunde von dem Goldschatz und spätestens ab hier traut keiner mehr dem anderen. Und das ist auch gut so. Denn alle Figuren des Films scheinen große Egoisten zu sein. Am fiesesten darf Burt Lancaster agieren. Und das Trio wird im Laufe der Geschichte noch zum Quartett vergrößert, als sich die Diebin Nina, gespielt von Sara Montiel, dem Unternehmen noch anschließt. Am Ende kommt es zum unvermeidlichen Duell. "Vera Cruz" ist dank der straffen Inszenierung von Robert Aldrich ein äusserst spannender Film und auch die Kameraarbeit von Oscarpreisträger Ernest Laszlo (Auszeichnung im Jahr 1966 für Stanley Kramers "Das Narrenschiff") ist vorzüglich.

Bewertung: 8 von 10 Punkten. 

Sonntag, 12. Dezember 2021

Karawane der Frauen (Westward the women)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: William A. Wellmann

3000 Kilometer...

"Karawane der Frauen" ist ein Western von William A. Wellmann, der 1951 realisiert wurde. Es ist auch einer der Western meiner Kindheit und stand damals bei mir auf gleicher Stufe wie "Winchester 73", "Ringo" oder "Red River".
Der Film erzählt die Geschichte eines Trecks von Chicago bis nach Californien. Diesen Weg sollen 150 heiratswillige und pionierfreudige Frauen auf sich nehmen, denn im westlichsten Staat gibts eine Menge einsamer Arbeiter, die viel Geld gespart haben für eine bessere Hälfte.
Wir schreiben das Jahr 1951 und der Initiator des Unternehmens Roy Whitman (John McIntire) heuert den versierten Buck Wyatt (Robert Taylor) als Treckführer an, aber zuerst reisen die beiden Männer nach Chicago, wo sich die interessierten Frauen für die erschwerliche Reise bewerben und eintrage können. Natürlich nehmen die beiden Westerner nicht alle Bewerbungen an, ein paar Damen - sichtlich aus einem Bordell stammend - werden kurzerhand abgelehnt. Zwei anderen leichten Mädchen gibt Whitman eine Chance, weil er ihnen fest glaubt, dass sie ihr Leben ändern wollen. Wyatt steht aber Fifi Danon (Denice Darcel) und Laurie Smith (Julie Bishop) viel skeptischer gegenüber und lässt vor allem Fifi seine Abneigung spüren.
Rose Meyers (Beverly Dennis) ist schwanger ohne Ehemann. Die Italienerin Mrs. Maroni (Renata Vanni) ist Witwe und reist mit ihrem kleinen Sohn und dessen kleinen Hund. Patience Hawley (Hope Emerson) ist die Größte von allen, eine imposante Erscheinung.
15 Männer wurden engagiert den Treck zu begleiten, denn der führt durch gefährliches Indianerland..


William A. Wellman hat diesen etwas ungewöhnlichen Western sehr straff und temporeich inszeniert, so folgt ein Höhepunkt auf den anderen.
Viele Angriffe der Rothäute, die Überquerung der Rocky Mountains, die Durchquerung einer Salzwüste...viele müssen ihr Leben lassen.
Am Ende heiraten dann die, die überlebt haben.
"Karawane der Frauen" gehört neben "Ritt zum Ox-bow" und "Der öffentliche Feind" zu den besten Filmen des Regisseurs.

Bewertung: 9 von 10 Punkten.