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Sonntag, 12. Dezember 2021

Karawane der Frauen (Westward the women)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: William A. Wellmann

3000 Kilometer...

"Karawane der Frauen" ist ein Western von William A. Wellmann, der 1951 realisiert wurde. Es ist auch einer der Western meiner Kindheit und stand damals bei mir auf gleicher Stufe wie "Winchester 73", "Ringo" oder "Red River".
Der Film erzählt die Geschichte eines Trecks von Chicago bis nach Californien. Diesen Weg sollen 150 heiratswillige und pionierfreudige Frauen auf sich nehmen, denn im westlichsten Staat gibts eine Menge einsamer Arbeiter, die viel Geld gespart haben für eine bessere Hälfte.
Wir schreiben das Jahr 1951 und der Initiator des Unternehmens Roy Whitman (John McIntire) heuert den versierten Buck Wyatt (Robert Taylor) als Treckführer an, aber zuerst reisen die beiden Männer nach Chicago, wo sich die interessierten Frauen für die erschwerliche Reise bewerben und eintrage können. Natürlich nehmen die beiden Westerner nicht alle Bewerbungen an, ein paar Damen - sichtlich aus einem Bordell stammend - werden kurzerhand abgelehnt. Zwei anderen leichten Mädchen gibt Whitman eine Chance, weil er ihnen fest glaubt, dass sie ihr Leben ändern wollen. Wyatt steht aber Fifi Danon (Denice Darcel) und Laurie Smith (Julie Bishop) viel skeptischer gegenüber und lässt vor allem Fifi seine Abneigung spüren.
Rose Meyers (Beverly Dennis) ist schwanger ohne Ehemann. Die Italienerin Mrs. Maroni (Renata Vanni) ist Witwe und reist mit ihrem kleinen Sohn und dessen kleinen Hund. Patience Hawley (Hope Emerson) ist die Größte von allen, eine imposante Erscheinung.
15 Männer wurden engagiert den Treck zu begleiten, denn der führt durch gefährliches Indianerland..


William A. Wellman hat diesen etwas ungewöhnlichen Western sehr straff und temporeich inszeniert, so folgt ein Höhepunkt auf den anderen.
Viele Angriffe der Rothäute, die Überquerung der Rocky Mountains, die Durchquerung einer Salzwüste...viele müssen ihr Leben lassen.
Am Ende heiraten dann die, die überlebt haben.
"Karawane der Frauen" gehört neben "Ritt zum Ox-bow" und "Der öffentliche Feind" zu den besten Filmen des Regisseurs.

Bewertung: 9 von 10 Punkten.

Sonntag, 28. November 2021

Herrin der toten Stadt (Yellow Sky)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: William A. Wellman

Die Geisterstadt am Rande der Salzwüste...

Sieben Outlaws überfallen die Bank in einer Kleinstadt und flüchten mit dem erbeuteten Geld. Doch sie werden von der Kavallerie verfolgt und einer der Männer stirbt auf seinem Pferd durch einen Kugelhagel.
Die anderen müssen nun durch eine 70 Meilen weite Salzwüste reiten, um dem Gesetz zu entkommen.
Ihr Anführer ist James "Stretch" Dawson (Gregory Peck), aber auch der kalte Dude (Richard Widmark) und der hitzköpfige Lenghty (John Russell) beanspruchen im Geheimen die Chefrolle.
Half Pint (Harry Morgan) ist eher ein Mitläufer, Bull Run (Robert Arthur) der Youngster unter der Bande und Walross (Charles Kemper) nicht nur der Senior sondern auch der Einfältigste.
Er hat seinen Flüssigkeitsbehälter mit Whisky aufgefüllt und versucht nun bei den anderen Männern das rare Wasser zu schnorren, doch jeder braucht es selbst, um in dieser brennenden Wüste zu überleben.
Man sieht immer mehr zu, wie Mann und Pferd immer mehr dem Tod entgegen gehen, alle sind nahe am Verdursten.
Aus ersten Differenzen wurde schon handfester Krach bei dieser unberechenbaren Trockenheit, aber nun sind alle zu schwach.
Doch kurz vor dem Verdursten sehen sie am Rande der Sandwüste eine Stadt. Diese entpuppt sich als Geisterstadt mit Namen "Yellow Sky", dort war mal viel los beim Goldrausch, aber da nichts gefunden wurde, gingen die Menschen nach und nach wieder fort aus dieser Einöde.
Die Männer haben aber Glück, denn es gibt tatsächlich zwei Bewohner hier. Der alte Grandpa (James Barton) mit seiner Enkelin Mike (Anne Baxter), die den Männern ziemlich unfreundlich gesonnen ist.
Verständlich, denn die beiden Einsiedler sind tatsächlich auf eine Goldader gestossen, nun haben sie natürlich sechs Banditen gegen sich - aber auch sechs Männer, die sich von der hübschen, resoluten Frau verrückt machen lassen...


"Herrin der toten Stadt" entstand 1948 und ist einer der drei Weltklassewestern von William A. Wellmann, von denen Koch Media zwei als DVD Veröffentlichung herausgebracht hat. Neben "Herrin der toten Stadt" (auch bekannt als "Nevada") erschien auch "Ritt zum Ox-Bow".
Und vielleicht dürfen wir uns auch irgendwann auf die deutschsprachige DVD der  zwei weiteren besten Wellmann Western "Karawane der Frauen" und "Colorado" freuen, wer weiss.
"Herrin der toten Stadt" ist ein klassischer schwarz-weiss Western, der durchweg einen monumentalen Touch hat und die karge Landschaft gegenüber den kleinen Menschen dominiert.
Bereits im ersten Teil des Films, der die Überquerung der Salzwüste zeigt, ist dies deutlich zu sehen. Man dürstet praktisch mit, so stark sind die Szenen durchkomponiert. Eine Landschaft mit bizarren Felsblöcken, die die Protagonisten praktisch zu Marionetten werden lässt.
Jedes Bild wird zur erfolgreichen Bemühung nach Schönheit, so hat der Edelwestern einen poetischen Glanz, der dann auch den Figuren schlussendlich eine ausserordentliche Kraft gibt.

Bewertung: 8 von 10 Punkten.

Colorado (Across the Wide Missouri)


Regie: William  A. Wellman

Über den weiten Missouri....

 "Colorado" von William A. Wellmann wurde 1951 gedreht und ist so eine Art Vorläufer von Sidney Pollacks grandiosem Mountain-Man Epos "Jeremiah Johnson".  Zur Realisierung reiste die Filmcrew damals in die Rocky Mountains und musste in Höhen zwischen 3.000 und 4.000 Metern ausharren und sie waren schwierigen klimatischen Bedingungen mit einer Menge Regen und Schnee ausgesetzt - teilweise hausten sie selbst wie die Trapper, denen sie ein filmischen Denkmal setzen wollten. Dies wirkte sich natürlich sehr positiv auf die Authentizität des fertigen Films aus. Jedoch waren die Produzenten mit dem Resultat gar nicht zufrieden. Denn nach ihrer Meinung fehlte eine echte Dramaturgie. So wurde erbarmungslos zusammengeschnitten und beim erfolgreichen Kinoeinsatz (der Film spielte mehr als Doppelte seines Budgets wieder ein) war er durch diese Verstümmelung etwas aus um seine eigentliche Konzeption gebracht. Doch auch in dieser geschnittenen Version bleibt "Colorado" (Original: Across the wide Missouri) eine phasenweise empfindsamer, lyrischer und poetischer Film. Auch wenn dieser Eindruck immer wieder vom Radau der Trapper aufgelöst wird. Wellmann gelang mit diesem atmosphärischen Genrebeitrag ein fast dokumentarischer Western über das Leben der amerikanisch- , französisch- und schottischen Trapper im gefährlichen Gebiet der Schwarzfußindianer. Statt klarer Handlungsführung legte Wellman viel Wert auf eine liebevolle und prägnante Figurenzeichnung.
Zeit und Ort der Geschichte: 1830 irgendwo in den Rocky Mountains. Wie immer treffen sich Pelzjäger und Trapper bei einem Sommerfest. Dort versucht auch der Mountain-Man Flint Mithell (Clark Gable) seine Felle zu verkaufen. Es wird dort viel getrunken, Musik gemacht, getanzt und die Männer veranstalten Wettbewerbe untereinander. Es herrscht eine ausgelassene Stimmung und er begegnet der hübschen Indianerin Kamiah (Maria Elena Marques) zum ersten Mal. Die Frau lebt bei den Komantschen, aber sie ist in Wahrheit die in der Jugend entführte Häuptlingstochter des Stammes der Schwarzfußindianer. Dies bringt Flint auf einen Plan. Er überbietet seinen Kumpel Brecan (John Hodiac), der bei den Blackfoot lebt und das Mädchen freikaufen wollte. Flint heiratet die junge Frau und hat somit eine Sicherheit, wenn er ins fremde Land der Indianer eindringt, um dort zu jagen. Somit ist die Heirat zunächst ein rein kommerzielles Arrangement und das Mädchen die Trumpfkarte beim Blackfeet Häuptling Bulls Tail (J. Carol Naish). Doch daraus wird im Lauf der Geschichte allmählich eine tiefe Liebesbeziehung. Nur der junge Krieger Creeping Snake (Ricardo Montalban, später bekannt als Khan im zweiten Star Trek Kinofilm) ist ein Feind des friedlichen Miteinanders zwischen Weiß und Rot. Erschwerend kommt hinzu, dass der alte Häuptling von einem weißen Trapper aus dem Hinterhalt getötet wird. Nun wird Creeping Snake Häuptling und nach einem harten Winter kommt es im Frühling zum alles entscheidenden Kampf..


Wellman hat ein gutes Gespür für interessante Typen, so lockern Adolphe Menjou als Pierre und Alan Napier als schottischer Captain Humberstone die Geschichte mit etwas Spass auf. Die Indianer werden in "Colorado" als ebenbürtiges Volk gezeigt - im Jahr 1951 noch eine gewisse Seltenheit. Denn erst einige Monate zuvor kam mit "Broken Arrow" von Delmer Daves und "Fluch des Blutes" von Anthony Mann eine ganz andere Art von Westernfilm in die Kinos. Western, die die Sichtweise der Indianer übernahmen und sie nicht mehr nur ausschließlich als Feind der Weißen und auf dem Kriegspfad zeigte. In diese Kategorie gehört auch Wellmans Klassiker, der nicht nur durch die brilliante Kameraarbeit von William C. Mellor und dem opulenten Techicolor Aufnahmen begeistert. Er zeigt auch ein Stück lebendige amerikanische Pioniergeschichte.

Bewertung: 9 von 10 Punkten. 

Freitag, 26. November 2021

Ritt zum Ox-Bow (The Ox Bow Incident)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

egie: Willam Wellman

Vollstrecker des Rechts...

 Nevada, 1885: Im Städtchen Bridger´s Wells herrscht gedämpfte Stimmung. Das merken auch die Cowboys Art Croft (Harry Morgan) und Gil Garter (Henry Fonda) als sie nach längerer Awesenheit die Stadt besuchen und im Saloon etwas trinken. In der letzten Zeit kam es sehr oft zu Tierdiebstählen und jeder in der Stadt will die unbekannten Diebe fangen.
Gil erfährt auch, dass seine ehemalige Freundin Rose (Mary Beth Hughes) die Stadt vor kurzem verlassen hatte, obwohl sie ja vorhatte auf ihn zu warten.
Seinen Kummer über die Verflossene ertränkt er im Saloon, es kommt sogar zu einem Disput mit dem Rancher Farnley (Marc Lawrence), der im Saloon sogar die beiden Cowboys in den Viehdiebstahlverdacht stellt, da diese ja auch einige Zeit weg waren.
Doch der Streit wird jäh beendet, als durch einen Reiter bekannt wird, dass soeben der Rancher Larry Kinkaid ermordet worden ist.
Die Bürger kochen vor Hass und Wut und stellen sogleich - da der Sheriff nicht da ist - eine Bürgerwehr mit der Unterstützung des Deputys zusammen, mit dem Ziel den/die Mörder zu schnappen und sie der gerechten Strafe zuzuführen. Dabei wird in den Gesprächen schon sehr deutlich, dass kurzer Prozess gemacht werden soll. Vor allem "Majo" Tetley (Frank Conroy) ist einer, der gerne das Gesetz selbst in die Hand nimmt, im Gegensatz zu seinem echer sanften Sohn Gerald (William Eythe), aus dem der Soldat immer noch einen richtigen Mann machen will. Was liegt näher, als diesen zu zwingen, sich der Bürgerwehr anzuschliessen.
Sogar Frauen wie die resolute Jennie Greer (Jane Darwell) schliessen sich der Hatz auf die Mörder begeistert an.
Später in der Nacht, in der Ox-Bow Schlucht, findet die Gruppe drei Männer auf dem Boden schlafend.
Sie haben Rinder des getöteten Ranchers bei sich. Wenn das nicht alles beweist: Die drei Männer werden unsanft geweckt und das Urteil scheint eindeutig, wie die drei Schlingen am Galgenbaum. Der Anführer der drei, ein gewisser Donald Martin (Dana Andrews) beteuert seine Unschuld. Die Tiere wurden rechtmäßig gekauft, er wolle zurück zu seiner Frau und zu seinen kleinen Kindern. Die beiden anderen sind seine Helfer: Der Mexikaner Juan Martínez (Anthony Quinn) spricht kein englisch und der alte Mann Alva (Francis Ford) ist schon etwas senil und wahnhaft. 
Da es besonnene Menschen unter dem Lynchmob gibt, soll mit dem Hängen bis zum Morgengrauen gewartet werden, Zeit noch einige Argumente auszutauschen - Am Ende steht die Abstimmung, gemäss der Mehrheitsentscheidung soll gerichtet werden...

William A. Wellmann war ein guter Westernregisseur, auf sein Konto gehen Klassiker wie "Herrin der toten Stadt" und der leider immer noch nicht auf deutscher DVD erschienene "Karanwane der Frauen".
Sein bedeutendster Genrebeitrag ist aber dieser "Ritt zum Ox-Bow", die tragische Geschichte über den Lynchmob und dessen Dominanz gegenüber der Besonnenheit, der Rechtschaffenheit und nicht zuletzt des Rechts.
Dabei ist es besonders traurig mitanzusehen, dass die 7 Männer, die den drei Cowboys einen fairen Prozess ermöglichen wollen und auch von der Unschuld der drei überzeugt sind, ein Teil der Lynchjustiz sind und sich am Ende der bitteren Geschichte genauso mit dem Geschehenen als Schuldige fühlen.
Mit einer recht kurzen Laufzeit von 77 Minuten beschränkt sich der Film aufs Wesentliche und erzählt seine Geschichte konsequent und bitter. So gelang Wellman 1943 ein echter Westernklassiker, der zu den ganz großen Werken des Genres zählt.


Bewertung: 8,5 von 10 Punkten.

Donnerstag, 25. November 2021

Buffalo Bill, der weiße Indianer (Buffalo Bill)


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Regie: William A. Wellman 
 
Die große Westernlegende...

William Wellman drehte bereits in den frühen 20er Jahren Kinofilme. Sein Stummfilm "Wings" war der erste als bester Film ausgezeichnete Oscarfilm. Legendär ist auch sein 1931 gedrehtes Gangsterepos "Public Enemy" mit James Cagney. Nach einigen künstlerisch weniger erfogreichen Steifen meldete sich Wellman 1943 aber eindrucksvoll mit "Ritt zum Ox Bow" zurück und schuf einen der ganz großen Western der Filmgeschichte. Darin ging es Lynchjustiz und als Subtext waren auch die faschistischen Denkweisen in den USA untergebracht. Eine eindringliche Parabel, die zwar an der Kinokasse nicht zum Blockbuster wurde, aber dennoch seinen Ruf als großer Filmemacher bestätigte. Er blieb auch danach immer wieder dem Western treu: "Herrin der toten Stadt", "Karawane der Frauen", "Colorado" und "Buffalo Bill, der weiße Indianer" gehören zu den besten Western überhaupt.
Durch die vortreffliche Kameraarbeit von Leon Shamroy wird der rechte kurze Film (Laufzeit ca. 90 Minuten) fast schon zu einem kleinen Epos. Die Rolle des legendären Buffalo Bill ging an Joel McCrea, der zum Zeitpunkt der Dreharbeiten zwar schon 39 Jahre alt war - der echte Bill Cody war im Jahr 1869 allerdings blutjunge 23 Jahre alt. Dennoch passt Joel McCrea vortrefflich, denn Hollywood hat ihn so zurecht gemacht wie er damals auf den vielen Publikationen abgebildet wurde. Es war der Zeitungsmann Ned Buntline, der durch seine Geschichten über Buffalo Bill dessen Ruf als übergroße Figur des Wilden Westens auch festigte und seine Popularität extrem in die Höhe trieb. So enstanden Legenden und im Film kommt auch eher die Legende zum Zug als der wahre Bill Cody. Dies störte Wellman, doch er wagte es nicht den großen Daryl F. Zanuck davon zu überzeugen, dass man den Film mehr an der Wahrheit anlegen sollte.
Was übrig bleibt ist ein starker Bilderfilm, der die große Einheit aus der Summe vieler kleiner Geschichten bezieht.
Für damalige Verhältnisse kamen auch die Indianer viel besser weg als in anderen Western dieser Zeit. Auch wenn Buffalo Bill immer wieder gegen sie kämpfen musste, stellt er irgendwann im Lauf seines Lebens fest, dass dies alles seine Freunde waren.
Als er 1866 die Senatorentochter Louisa Frederici (Maureen O´Hara) und deren Vater (Moroni Olsen) von einem Indianerangriff retten, verliebt er sich spontan in Louisa. Aber auch die Indianerin Starlight (Linda Darnell) ist in ihn verliebt. Sie ist es auch die Buffalo Bill Cody das Schreiben lernt. Mit dem jungen Cheyenne Häuptling Gelbe Hand (Anthony Quinn) verbindet ihn eine große Freundschaft, er hat dem Indianer schon einmal das Leben gerettet. Doch durch die Eisenbahn hat sich der Konflikt zwischen Rot und Weiß stark verschärft. Der Bau der Eisenbahn geht auf Kosten des Lebensraum der Indianer. Zu dieser Zeit lernt Buffalo Bill den Reporter Ned Buntline (Thomas Mitchell) kennen, der für den weit entfernten Osten über die Geschehnisse des Wilden Westens berichtet. Als trotz seiner Friedensbemühungen ein neuer Indianerkrieg ausbricht, kommt es auch zum legendären Zweikampf mit seinem ehemaligen Freund Gelbe Hand...

Dieser wird in einer legendären Sequenz in der Mitte des Films an einem flachen Fluß ausgetragen. Es ist Teil der Auseinandersetzung an der War-Bonnet Schlucht zwischen Cheyenne und Kavallerie. In New York kommt es zu weiteren Schicksalsschlägen und nicht jeder glaubt die Heldentaten über Buffalo Bill, andere verehren ihn wieder wie ein Gott. Es kommt zu einer Art gesellschaftlichen Absturz, er verdient sich seine Brötchen auf dem Jahrmarkt. Dieser Abstieg wird auch gleichzeitig der Aufstieg zu seinem unvergänglichen Ruhm - er wird star seiner eigenen Wildwestshow und am Ende des Films wird ein Mythos geboren. Wie man dies wieder zersägt hat dann Jahrzehnte später Robert Altman in seinem "Buffalo Bill und die Indianer" genüsslich zelebriert und den Held vom überlebensgroßen Sockel gestoßen. Beide Filme könnten unterschiedlicher nicht sein. Und dennoch sind beide Filme große Lichtblicke des Genres geworden.

Bewertung: 8 von 10 Punkten.