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Samstag, 22. Januar 2022

Die Farm der Besessenen (The Furies)


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Regie: Anthony Mann
 
Das Schicksal der Jeffords...

Bevor Anthony Mann zu einem der besten Westernregisseure der 50er Jahre aufstiegt, drehte er B-Pictures und Filme der schwarzen Serie. Seine Beiträge in diesem Genre wie "Schritte in der Nacht", "Side Street", "Flucht ohne Ausweg" oder "Geheimagent T" sind sehr geschätzt. Diesen dunklen und düsteren Touch - sehr oft auch durch die Mitarbeit von Kameramann John Alton verstärkt - setzte er auch in historischen Abenteuerfilmen (Dämon von Paris) und in seinen ersten drei Western (Fluch des Blutes, Winchester 73, Die Farm der Besessenen) ein.
Alle drei Filme realsierte er 1950, dabei ist "Die Farm der Besessenen" bis heute einer seiner ungewöhnlichsten Arbeiten. In jener Zeit war King Vidors "Duell in der Sonne" einer der ganz großen Kassenhits. Die neurotische Westernsaga - wie "Vom Winde verweht" von David O. Selznick produziert - spielte im Jahr 1946 alleine in den USA fast 12 Millionen Dollar ein. Nur der Disney Film "Onkel Remus Wunderland" machte mehr Kasse. Somit bekam Vidors Film einige ähnliche Nachfolger. Einer davon ist "Die Farm der Besessenen" - ein Western, der sehr dominiert wird von den beiden Hauptdarstellern Barbara Stanwyk und Walter Huston, Vater des Regisseurs John Huston.
Huston spielt den dominanten Viehbaron T.C. Jeffords, der von seiner resoluten Tochter Vance (Barbara Stanwyk) regelrecht vergöttert wird. Sie wird auch eines Tages "The Furies", die Ranch des rücksichtslosen Patriarchen übernehmen. Bruder Clay (John Bromfields) hat sich schon abgeseilt und ist von zu Hause ausgezogen. T. C. Vormann ist der brutale El Tigre (Thomas Gomez). In den vielen Jahren seiner Herrschaft hat er Konkurrenten vertrieben und vor allem die mexikanischen Bauern sind ihm ein Dorn im Auge. Viele hat er vertrieben und deren Land annektiert. Aber die Herrera Familie blieb ein standhafter Gegner. Juan (Gilbert Roland), der älteste Sohn der Witwe Herrera (Blanche Yurka) ist sogar in Vance verliebt. Doch Vance weiß, dass sie den Mexikaner nie heiraten wird, da der Vater mit Enterbung droht, wenn der zukünftige Schwiegersohn nicht seinen Erwartungen entspricht. Ausserdem ist Juan nicht der Mann, mit sie die riesige Ranch in Zukunft regieren kann. Vance ist ebenso besessen von Macht und Reichtum wie ihr geliebter Vater. Eines Tages taucht bei einem Fest der notorische Spieler Rip Darrow (Wendell Corey) auf. Der junge Mann ist zudem der Erbfeind von T. C. , der einst den Besitz der Darrows aufgekauft und nach der Meinung von Darrow jr. den Tod des Vaters mitverschuldet hat. T. C. will den ungebetenen Gast sofort vor die Tür setzen, doch Vance rettet die Situation und tanzt mit Rip Darrow. Beide verlieben sich ineinander. Als T. C. Rip 50.000 Dollar anbietet, wenn er die Finger von Vance lässt, willigt dieser ein. Er macht mit dem Geld eine Bank in der Stadt auf. Dennoch ist die Leidenschaft zwischen Vance und Rip immer noch zu spüren, auch wenn Vance von Hass erfüllt ist. Noch schlimmer wird die Situation für Vance, als der Vater bei einer seiner Reisen eine Freundin (Judith Anderson) mit auf die Ranch bringt....

Dies und andere dramatische Ereignisse führen zum Bruch der einst so starken Vater und Tochter Bindung. Die komplizierte Familiengeschichte mit exzessiven bis selbstzerstörerischen LiebeHass Beziehungen wurde an der Kasse kein Erfolg. Vermutlich weil alle bekannten und beliebten Westernmotive hier fehlen. "Farm der Besessenen" ist eher ein neurotisches Drama um eine sehr stark Frau mit einer genauso starken Vaterfigur. Barbara Stanwyk war ja auf diesen Typus irgendwie schon festgelegt und unvergessen bleibt sie in der Rolle der manipulativen Gattenmörderin Phillis mit billiger blonder Perücke. Auch John Huston passt perfekt als selbstgerechter Halbgott des alten Westens. Die Figuren und die Handlungen sind aber manchmal etwas überzeichnet. Was man dem Film aber zugute halten muss ist die Tatsache, dass keiner der Hauptprotagonisten wirklich sympathisch dargestellt wird.

Bewertung: 7 von 10 Punkten. 

 

Freitag, 17. Dezember 2021

Rio Grande (Rio Grande)


Regie: John Ford

Vater und Sohn...

John Ford ist natürlich eine große Regie-Legende, besonders wenn es um das Westerngenre geht. Im Alter von 78 Jahren verstarb er im Jahr 1973. Er hinterließ ein Erbe von etwa 124 Filmen und erhielt insgesamt viermal den Oscar als bester Regisseur: "The Informer" (1936), "Früchte des Zorns" (1941), "So grün war mein Tal" (1942) und "Der Sieger" (1953). Mit dem großen Westernstar John Wayne drehte er besonders häufig und beide schufen unsterbliche Klassiker wie "Ringo", "Der schwarze Falke" oder "Der Mann, der Liberty Valance erschoß". Auch in allen drei Kavallerie-Auftrragswestern, die Ford zwischen zwischen 1947 und 1950 drehte, spielte John Wayne die Hauptrolle."Rio Grande" entstand 1950 und bildet somit den Abschluß dieses Trios, bei dem John Ford wieder in schwarz-weiß drehte, obwohl ja der Vorgängerfilm "Der Teufelshauptmann" gerade wegen seiner Farbkamera den Oscar bekam. Nichtsdestotrotz ist auch die Location vom weiten, besetzen Land durch amerikanische Soldaten atmosphärisch stark in schwarz-weiß Aufnahmen bebildert.
Durch die Gesangseinlagen der "Sons of Pioneers" erhält der Film auch ein starke musikalische Handschrift, die die beiden Filmelemente "Familiendrama" und "Schlacht" auflockern soll. Ich fands eher zuviel Gesang, aber dafür sorgt Faktotum Victor McLaglen - genau wie in "Der Teufelshauptmann" - als rechte Hand des Colonels für guten Humor und eine gewisse Herzenswärme, die dann aufs ganze Regiment auszustrahlen scheint. John Wayne ist als Colonel Kirby Yorke zu sehen, der mit seinen Männern nicht nur das Fort bewacht, sondern auch immer wieder gegen widerständige Apachen in den Kampf ziehen muss. Diese Krieger machen es der US-Kavallerie aber immer wieder schwer, da sie nach ihren Überfällen den Rio Grande überqueren und am anderen Ufer dann auch schon in Mexiko sind. Und den US-Soldaten ist es strengstens untersagt die Grenze zu überschreiten. Aber nicht nur dieses Problem macht dem Colonel zu schaffen. Sein Sohn Jeff ((Claude Jarman jr) hat die Prüfung in Westpoint wegen Mathematik vermasselt und hat sich nun als ganz normaler Rekrut wie andere junge Männer (u.a. Harry Carey jr, und Ben Johnson) bei der Army gemeldet. Zufälligerweise wird er nun ins Regiment seines Vaters versetzt, den er seit 15 Jahren nicht mehr gesehen hat. Seine Eltern leben seit dieser Zeit getrennt, da sich der Vater nicht von der Armee trennen konnte und seine Frau nicht das Dasein einer Soldatenfrau im Fort führen wollte. Doch Kathleen Yorke (Maureen O'Hara) taucht kurze Zeit später auch im Fort auf um ihren Sohn wieder mitzunehmen. Vater Kirby ist da ganz anderer Meinung: Er ist sich sicher, dass ein Mann seine Verantwortung übernehmen muss und zu seinem Wort zu stehen hat, selbst wenn er sich dadurch zerstört. Bald lassen die Angriffe der Apachen nicht auf sich warten. Und Jeff bekommt seine Bewährungsprobe. Die Apachen haben einige Kinder aus dem Fort entführt und sie nach Mexico verschleppt. General Sheridan (J. Carrol Naish) gibt nun Yorke den langersehnten inoffizellen Befehl die Grenze zu überqueren..


Somit fällt der Hauptteil von "Rio Grande" um einiges actionhaltiger aus als der ruhige erste Part, der sich vor allem auf die Figurenkostellation und Charakterzeichnungen fixiert. Dass auch die ruhigeren Töne gut funktionieren ist der guten Ensembleleistung zuzuschreiben. Ford engagierte dafür einige "Stammschauspieler" wie  Chill Wills, Victor McLaglen, Ben Johnson und Harry Carey jr. Die Szene mit Wills und McLaglen, in der Letzterer seine Brandstiftung erwähnt, ist besonders witzig und zeigt die Klasse des Regisseurs.  Maureen O'Hara spielt zum ersten Mal John Waynes Frau - es sollte aber nicht bei diesem einen Mal bleiben. Für John Ford wiederholten sie diese Paargeschichte weils so schön war noch zwei weitere Male. Wenn man alle drei Kavallerie-Film von Ford miteinander vergleicht, dann ist "Rio Grande" eindeutig der schwächste Teil. Wie gesagt es war eine Auftragsarbeit und vielleicht legte Ford da etwas weniger Motivation hinein, aber die Realisierung dieses Streifens war die Bedingung für die Studio Bewilligung für den geplanten Film "Der Sieger". Da fürchtete man Verluste.Dennoch ist "Rio Grande" ein Klassiker. Er hat zwar nicht diese markanten Szenen und Bilder wie "Bis zum letzten Mann" oder "Der Teufelshauptmann" - aber er ist überzeugend bei diesem Vater-Sohn Konflikt. Und wie immer zeigt es sich wie undankbar doch der Job als Held bei der Armee war. Gerade für so einen ausgezeichneten Soldaten wie Kirby Yorke, der alle seine privaten Wünsche und Sehnsüchte hinten an stellt.

Bewertung: 7,5 von 10 Punkten.

Montag, 29. November 2021

Der Scharfschütze (The Gunfighter)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Henry King

Scharfschütze Jimmy Ringo...

Nach einer Geschichte von Andre de Toth drehte Regisseur Henry King seinen Western "Scharfschütze Jimmy Ringo" (Alternativtitel: Der Scharfschütze - Originaltitel: The Gunfifghter). Henry King hat im Laufe seiner Karriere viele Genres bedient, seine drei Western wurden alle sehr erfolgreich. 1939 drehte er seinen ersten mit "Jesse James, Mann ohne Gesetz" - ein ultimativer Klassiker der Sparte und auch der 1958 inszenierte Edelwestern "Bravados" gehört zu den Highlights des klassischen Westernfilms.
Vielleicht ist "Scharfschütze Jimmy Ringo" aus dem Jahr 1950 der ambitionionierteste dieser drei überzeugenden Arbeiten. Vor allem deshalb, weil er ohne das übliche Gut-Böse Schema auskommt. Die Geschichte erzählt vom Werdegang des Jimmy Ringo, gespielt von Gregory Peck, einem echten Aussenseiter der Gesellschaft. Er hat statt einer bürgerlichen Existenz mit seiner Frau (Helen Westcott) das Leben eines Outlaw und Revolverhelden gewählt, doch ist inzwischen in die Jahre gekommen und trägt sich mit dem Gedanken seßhaft zu werden. Was aber angesichts seines Rufes gar nicht so einfach scheint. Denn er - der Revolverheld - wird von jungen Männern, die gerne Revolverheld werden wollen, ständig herausgefordert. Und wenn so eine Konfrontation gerade im Gange ist, dann geht es sehr schnell um Leben und Tod.
Bei dem Duell mit dem jungen Cowboy Eddie (Richard Jaeckel) nutzen alle Schlichtungsversuche nichts, der Junge will wissen, wer der Schnellere ist. Aber nun liegt er tot auf dem Boden des Saloons, die Leute können bescheinigen, dass sich Jimmy Ringo nur gewehrt hat und der junge Cowboy zuerst seinen Colt zog. Doch das wird die drei älteren Brüder des Toten nicht interessieren. Wie so oft ist der Scharfschütze auf der Flucht. Er kann seine Verfolger aber stellen und ihnen die Pferde verscheuchen. Ohne Waffen werden sie zurück müssen und dies gibt ihm etwas Zeit. Er erreicht die Kleinstadt Ceyenne - nicht ohne Grund. Der Barkeeper (Karl Malden) erkennt ihn sofort und informiert den dortigen Marshall Mark Strett (Millard Mitchell). Strett stellt sich als alter Freund von Jimmy Ringo heraus und er weiß, wo sich Jimmys Frau aufhält. Mit ihr versucht der Scharfschütze Kontakt aufzunehmen, dann will er wieder verschwinden. Was sinnvoll ist, denn die Verfolger sitzen ihm ja im Nacken. Ausserdem gibts mit dem jungen Hunt Bromley (Skip Homeier) einen weiteren angehenden Revolverhelden in der Stadt, der sich gerne damit brüsten würde der Mann zu sein, der Ringo erschoß.
Zuerst zögert Peggy, die als Lehrerin arbeitet und den gemeinsamen Jungen alleine groß zieht, dann enschließt sie sich doch mit ihrem Mann zu reden. Er ist anders geworden - und es ist immer noch Liebe bei beiden vorhanden. Gibt es vielleicht tatsächlich eine Lösung für dieses unstete Leben. Jedenfalls herrscht in Cayenne seit der Ankunft von Jimmy Ringo reges Leben auf der Straße. Die kinder gehen nicht zur Schule, sondern alle wollen den Revolverhelden sehen. Auch eine Frauengruppe unter der Leitung von Mrs. Pennyleather (Verna Felton) ist zugegegen, sie wollen, dass der Sheriff den ungebetenen Gast sofort einsperrt....


Man kann es natürlich schon ahnen, die Wünsche des Mannes, der sich zur Ruhe setzen will, werden nicht erfüllt. Doch es wird ein Nachfolger aus ihm hervorgehen, der sein Schicksal als Revolverheld noch gar nicht im ganzen Ausmaß "ausgekostet" hat. Denn nach dem Ruhm für einen Augenblick kommen die Phasen sich immer wieder aufs Neue als Revolverheld beweisen zu müssen und irgendwann wird der schillernde Name zum echten Fluch. Gregory Peck ist perfekt in dieser Charakterstudie und auch seine Mitpspieler wie Millard Mitchell haben großartige Parts. Darüberhinaus zeigt Henry King in seinem Film wie sich diese hochanständigen Leute in einer US-Kleinstadt am Schaden ihres Nächsten ergötzen. Das Bürgertum mit einer primitiven Lust für Sensationen.

Bewertung:  8 von 10 Punkten.

 

Sonntag, 28. November 2021

Herr der rauhen Berge (Rocky Mountain)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: William Keighley

Der Geisterberg...

Ein Felsinschrift ca. 2 Meilen vor den Rocky Mountains erinnert an die Ereignisse des 26. März 1865:
Die Nordstaaten haben den Krieg fast schon gewonnen, nur der Süden will nicht aufgeben. Darum schickt General Robert E. Lee eine achtköpfige Einheit der Konföderierten-Kavallerie an die Grenze nach Californien.
Unter dem Kommando des beliebten Captain Lafe Barstow (Errol Flynn) sollen sich die Männer Plank (Slim Pickens), Kip Waterston (Robert Buzz Henry) Pierre Duchesne (Peter Coe), der ältere Pap Denison (Guinn Williams), Kay Rawlings (Sheb Whooley), Jonas Weatherby (Rush Williams) und der erst 16jährige Jimmy Wheat (Dickie Jones) mitsamt seinem Hund Spot am Geisterberg, wie die Rocky Mountains damals genannt wurden, mit einem gewissen Cole Smith treffen.
Dieser Smith soll angeblich 500 Mann führen, die bereit sind für den Süden noch einmal in einen entscheidenden letzten Kampf zu ziehen.
Doch statt Smith ist nur einer seiner Kundschafter, ein gewisser California Beal (Howard Petrie) dort anzutreffen. Es kommt aber noch dicker. Eine Postkutsche wird von den auf dem Kriegspfad befindenden Schoschonen angegriffen. Die Männer entscheiden sich einzugreifen und retten den Kutscher (Chubby Johnson) und den einzigen Passagier, die hübsche Miss Johanna Carter (Patrice Wymore), die ihren Verlobten, den Nordstaatenlieutnant Rickey (Scott Forbes) im Fort Humboldt besuchen wollte. Eine ziemlich heikle Lage für die Mission, zumal der Verlobte mit einer Gruppe Soldaten und indianischen Kundschaftern bald das Versteck der Männer in den Bergen findet...
 
William Keighley drehte "Rocky Mountain", der in Deutschland eher unter dem Titel "Herr der rauhen Berge" bekannt ist, im Jahr 1950. Trotz der sehr angesehenen Western, die Kinostar Errol Flynn mit Regisseur Michael Curtiz drehte, ist dieser Kavalleriewestern einer von Flynns besten Genrevorstellungen.
Der Film hat den tragischen Heldentod zum Thema und gehört für diejenigen Zuschauer, die ihn geseehen haben, zu den großen, unvergessenen Schwarzweiss-Western der Filmgeschichte. Kameramann Ted McCord setzt die Gruppe in eine imposante, felsige Landschaft. Gewaltig, rissig und hart ist die wunderschöne, aber feindliche Umgebung. Romantik und Liebe kommen kurz auf, aber diese hat keine Zukunft. Was bleibt ist aber die Freundschaft und der Zusammenhalt der Kameraden. Die Schlußsequenz mit dem kleinen Hund, der sein Herrchen auf dem Schlachtfeld sucht, ist sehr rührend und bewegend.
Für die atmosphärische musikalische Untermalung ist Max Steiner verantwortlich.


Bewertung: 8 von 10 Punkten.

Samstag, 27. November 2021

Winchester 73


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Anthony Mann

Eine unter Tausend...

Das Unternehmen Winchester Repeating Arms Company entwickelt und baut seit 1860 in den USA Gewehre. Seit 1866 werden diese Repetiergewehre unter dem bekannten Markennamen Winchester vertrieben und verkauft. Schon in den Anfangsjahren wurden die vielen Modelle immer wieder mit dem Jahr der Entstehung gekennzeichnet: Winchester 66, Winchester 76, Winchester 86...die berühmteste von allen war die Winchester 73. Um dieses legendäre Gewehr geht es im gleichnamigen Film "Winchester 73" von Anthony Mann aus dem Jahr 1950. Mit diesem Western begann auch gleichzeitig die sehr konstruktive Zusammenarbeit des Regisseurs mit seinem Hauptdarsteller James Stewart. Nach dem Erfolgsfilm wurden vier weitere ähnlich konzipierte Western inszeniert.  1952 entstand "Meuterei am Schlangenfluß", es folgte ein Jahr später "Nackte Gewalt". Danach "Über dem Todespaß", den Schlußpunkt setzte "Der Mann aus Laremie". Dabei spielte Stewart eigentlich immer den Westerner, der bereits ein Bruch mit er Gesellschaft hinter sich hat und im Grunde nicht den typischen "guten Kerl" präsentiert, sondern einen Mann, der entweder von Rache oder Enttäuschung getrieben und emotionale, zum Teil auch materielle Anreize (Nackte Gewalt) für sein Handeln braucht. So gesehen hat dieses Western-Quintett auch einen gewissen Einfluss auf die Antihelden und Inhalte des Italo Western.  Im Jahr 1876 verfolgen die beiden Freunde Lin McAdam (James Stewart) und High Spade Frankie Wilson (Millard Mitchell) einen Mann, mit dem Lin noch eine Rechnung offen hat. Dieser Mann hat allerdings als Dutch Henry Brown (Stephen McNally) einen anderen Namen angenommen und hält sich seit kurzem in Dodge City, Kansas auf. Dort hat Wyatt Earp (Wll Geer) das Zepter in der Hand und sorgt mit strenger Hand für Gesetz und Ordnung. Anlässlich des 100sten amerikanischen Unabhängigkeitstags findet dort ein attraktives Wettschießen statt. Als Siegerprämie erwartet den Gewinner das legendäre Präzsisionsgewehr, die Winchester 73. Dementsprechend groß ist der Andrang der Teilnehmer. Lin trifft an diesem Tag seinen Todfeind, doch der Sheriff hat vorher allen Besuchern der Stadt die Waffen abgenommen. So muss die unvermeidliche Konfrontation warten. Lin gewinnt zwar das Schießen, doch er ist nicht lange Eigentümer der Waffe. Der Besitz der Waffe wechselt. Er fällt irgendwann auch einem Waffenhändler (John McIntire) in die Hände, später einem jungen Indianderhäuptling auf Kriegspfad (Rock Hudson) und für einige Minuten einem namenlosen jungen Soldaten (Tony Curtis). Lin macht derweil Bekanntschaft mit Lola Manners (Shelley Winters), deren Verlobten Steve Miller (Charles Drage) und dem Outlaw Waco Johnny Dean (Dan Duryea).  In einer atmosphärischen Felsenlandschaft entscheidet sich das Schicksal...


"Winchester 73" gehört zweifelsohne zu den ganz großen Western der Filmgeschichte. Die Kamera von Wiiliam H. Daniels ist sowohl dicht bei den Akteuren als auch der Präsentator eines weiten Landes, dass langsam von den Weißen erschlossen wird. Ebenfalls massgeblich am Erfolg beteiligt war der Drehbuchautor Borden Chase, der kurz vorher mit "Red River" eine hervorragende Drehbucharbeit ablieferte und später auch für "Meuterei am Schlangenfluß" und "Über dem Todespaß" verpflichtet wurde. Der ausgezeichnete Film über Rache und Gier ist bestens durchkomponiert, neben reichlich Spannung und Action kommen auch nicht die leisen Töne und eine differenzierte Charakterzeichnung zu kurz.

Bewertung: 10 von 10 Punkten. 

Freitag, 26. November 2021

Westlich St. Louis (Wagonmaster)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: John Ford

Wagenführer...

"Westlich St. Louis" (Original: Wagonmaster) ist vielleicht John Fords persönlichster Film überhaupt. Ein Film ohne seine üblichen Hauptdarsteller wie die Kinohelden John Ford oder Henry Fonda. Dafür aber mit vielen Schauspielern, die Ford immer wieder gerne für seine Filme verpflichtete: Ward Bond, Harry Carey Jr. oder Ben Johnson, der nie zum großen Filmstar aufstieg, aber in Herbst seines Lebens für die großartige Darstellung in Bogdanovichs "Die letzte Vorstellung" als ehemaliger Cowboy und Kinobetreiber Sam the Lion einen sowas von verdienten Oscar als bester Nebendarsteller im Jahr 1972 gewann und in ein paar Monate später in Richard Brooks Spätwestern "700 Meilen westwärts" diese unvergessliche Sterbeszene als namenloser Cowboy hatte, bei der Gene Hackman den Satz sagt "Ich wusste nicht mal, wie er heißt".
Seine Figur Travis Blue, ein junger Cowboy, der mit seinem Freund, Pferde verkauft könnte so ein namenloser Cowboy sein, der als Emmigrant einer dieser vielen Menschen war, die den Westen eroberten, die aber sehr schnell in Vergessenheit gerieten, weil es eine Kollektivaufgabe war und viele bei der Zivilisierung des Wilden Westens ihr Leben ließen.
Ford zeigt seine Figuren zwar immer wieder in vielsagenden Close-ups, dennoch ist das Land der Hauptdarsteller und die Reise einer Planwagenkarawane in den Wilden Westen wirkt immer etwas untergeordnet angesichts dieser majestätischen Landschaft und Natur, die nur mit eisenharter Stärke bezwungen werden kann. Wie die meisten großen Western ist "Wagonmaster" natürlich im Monument Valley in Arizona gedreht worden. Seine Bilder sind bestimmt vom Dualismus Natur-Mensch und die Felsen am Himmel oder die Flüsse, die durchquert werden, hätten ein gewisses Eigenleben, es wirkt als könnten sie sehen und denken. Kameramann Ben Lawrence Glennon zeigt dem Zuschauer die Landschaft in der Totalen. Ein winzig wirkende Wagenkarawane zieht neben diesen hochgetürmten, erhabenen Felsen in Richtung Zielort. Seine Geschichte bringt so den Mythos hervor, der hinter der harten Reise steckt. Diese harte Realität, die Ford zeigt, macht den Westernmythos erst richtig glaubwürdig.
"Westlich von St. Louis" mag nicht so bekannt sein wie andere Ford-Klassiker, es ist aber definitiv einer sehr besten und schönsten Filme. Die Laufzeit mit 86 Minuten ist knackig kurz und trotzdem hat er hier ein feines Epos geschaffen.
Am Anfang des Films steht ein Banküberfall der Bande von Onkel Shilo Clegg (Charles Kemper), die aus ihm und seinen missratenen Söhnen (u.a. Hank Worden, James Arness) besteht. Mit der Schlußszene knöpft Ford wieder an die Brutalität dieser Banditen an, die irgendwann im Lauf der Handlung zu diesem Wagentreck stoßen.
Eine Gruppe von Mormonen, die von dem ruppigen Ältesten Elder Wiggs (Ward Bond) angeführt wird, hat vor den gefährlichen Weg durch den Westen zum Colorado River zu durchqueren. Ihr Ziel ist Utah, immerhin kann Wiggs die beiden jungen Pferdehändler Travis (Ben Johnson) und Sandy (Harry Carey jr,) als Wagenführer verpflichten. Unterwegs trifft der kleine Treck auf den Planwagen des Komödianten Dr. Hall (Allan Mowbray), der mit den Schauspielerinnen Miss Fleuretty (Ruth Glifford) und Miss Denver (Joane Dru) unterwegs war, als ihnen das Wasser ausging. Rettung in letzter Sekunde...die Komödianten sind ebenso wie die Mormonen in den aufstrebenden Städten des Wilden Westens nicht besonders willkommen. Daher schließen sich die Aussenseiter anderen Aussenseitern an und mit den Shilo Banidten kommt noch eine weitere Aussenseitergruppe hinzu. Zu guter Letzt treffen sie auch auf Navajo Indianer, die keine guten Erfahrungen mit dem weißen Mann gemacht haben, aber sich dann doch den Menschen des Trecks friedlich einigen, weil sie sich mit den Mormonen solidarisch zeigen wollen. Bei einer gemeinsamen Feier am Abend kommt es aber zu einer unschönen Begebenheit, denn einer von Shilos Söhnen wollte eine Indianerin (Movita Castaneta) vergewaltigen...

Ford beweist sich einmal mehr als großartiger Chronist amerikanischer Geschichte und setzt hier den einfachen Menschen sowie den Außenseitern dieser Zeit ein sehr schönes Denkmal. Ein bisschen erinnert die Romanze von Dallas und Denver an die Lovestory in "Ringo" - auch dort verliebt sich der Cowboy John Wayne in Dallas, gespielt von Claire Trevor,  eine Frau mit nicht gerade bestem Ruf. Dernnoch sind die beiden Meisterwerke grundverschieden. "Ringo" ist in seiner Dramaturgie stark an die Hauptfigur gebunden und daher ist die Handlung auch spannenden Höhepunkten unterworfen. "Westlich St. Louis" kommt ohne diese übliche Dramaturgie aus und die vielen Figuren werden ebenbürtig feinfühlig skizziert.


Bewertung: 10 von 10 Punkten. 

Der gebrochene Pfeil (Broken Arrow)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Delmer Daves

Sonseeahray...

Delmer Daves Indianerwestern "Der gebrochene Pfeil" entstand 1950 und markiert gemeinsam mit Anthony Manns "Fluch des Blutes" einen bedeutenden Wendepunkt in der Geschichte seines Genres. Man kann "Broken Arrow" (so der Originaltitel) als eine Art "Der mit dem Wolf tanzt" der frühen 50s ansehen. Es war einer der ersten Westrn überhaupt, die die Indianer nicht als die blutrünstigen Bösen darstellte.
Die Handlung ist dem Costner Film nicht unähnlich, natürlich nicht so ausufernd episch, dafür aber aufs Wesentliche konzentriert. Neben seinen gemeinsamen Western mit Anthony Mann gehört dieser Film zu James Stewart besten Western. Die Ereignisse beruhen auf Tatsachen, sie wurden aber für den Film aus dramaturgischen Gründen etwas verändert. Stewart spielt den Scout Tom Jeffords, der es durch seine Bemühungen zustande brachte, ein Friedensabkommen zwischen Rot und Weiß zu realisieren.
Der Abenteurer Tom Jeffords (James Stewart) reitet durch das gefährliche Indianergebiet - er ist auf dem Weg zum Fort, denn er arbeitet gelegentlich für die Armee. Als er Geier in der Luft kreisen sieht, denkt er zuerst an ein verletztes oder totes Tier, dass in der Nähe liegen muss. Doch es ist ein verletzter Indianerjunge (Robert Foster Dover). Obwohl die Apachen als blutrünstige Bestien verschrien sind, behandelt Jeffords die Verletzungen des jungen Indianers und es gelingt ihm ihn gesund zu pflegen. Dies ist auch seine Rettung, denn er stößt bald auf weitere Indianer, die sein Leben verschonen, weil der Junge ihn als seinen Retter vorstellt. Jeffords muss aber mitansehen, wie einige Siedler kurz darauf von den selben Indianern überfallen werden und einige davon ums Leben kommen. In der Stadt angekommen, versucht Jeffords seine Beweggründe zu erklären, warum er dem Jungen half. Doch seine Argumentation stößt auf großes Unverständnis. Man sieht sofort in ihm einen "Indianerfreund". Doch Jeffords lässt sich nicht unterkriegen und hat entschieden zwischen den Weißen und dem Stamm der Chiricaua-Apachen zu vermitteln. Er nimmt dabei in Kauf am Marterpfahl der Indianer zu sterben, denn es herrscht ja erbitterter Krieg. Doch man sagt vom Stammeshäuptling Cochise (Jeff Chandler), dass er ein sehr kluger und besonnener Führer sei. Tatsächlich gelangt er ins Lager der Indianer und kann mit Cochise ein erstes Abkommen in Richtung Frieden schließen. Bei diesem ersten Treffen lernt er auch die junge Indianerin Sonseeahray (Debra Paget) kennen, in die er sich verliebt. Er möchte die Frau sehr bald wiedersehen. Von Cochise hat er die Zusage, dass man die Postreiter, die normale Post mit dem Pferd befördern, nicht mehr angegriffen werden. Tatsächlich halten sich die Indianer an diese Abmachung. Der Krieg geht dennoch weiter und eine Einheit von Soldaten, die durchs Indianergebiet reiten, wird konsequent angegriffen. General Howard (Basil Ruysdael) erkennt aber die Möglichkeit von weiteren Schritten in Richtung Frieden. Gemeinsam mit Jefford will er Cochise besuchen. Dies gibt Jefford die Gelegenheit seine große Liebe wieder zu sehen...


Der Film schildert eindrücklich, dass diese gut gemeinten Friedensbemühungen auf beiden Seiten immer auch Gegner hervorrufen. Cochise macht sich damit seinen Stammesbruder Geronimo (Jay Silverheels) zum Feind. Bei den Weißen sind es am Ende die Rachegedanken des Farmers Ben Slade (Will Geer) und dessen Sohn (Mickey Kuhn), die Cochise in einen Hinterhalt locken. Der Film endet traurig, dennoch wird gleichzeitig am Schluß erwähnt, dass man durch persönliche Opfer ein stück weit mehr Frieden erlangen konnte. Natürlich wirkt "Broken Arrow" heute etwas naiv, aber an der Aussage selbst ist nichts falsch geworden. Denn Daves Film wirbt für ein besseres Verständnis für das fremde Gegenüber und zeigt sowohl die Bemühungen als auch die Stolperfallen in diesem Prozess. So gesehen ist der Film zeitlos und gerade heute wieder aktuell. Jeff Chandler gibt dabei eine besonders imponierende Darstellung des Indianerhäuptling, die gar mit einer Oscarnominierung belohnt wurde. Ebenso oscarnominiert wurde das Drehbuch von Albert Maltz und die Kameraarbeit von Ernest Palmer.

Bewertung: 9 von 10 Punkten. 

Fluch des Blutes (Devils Doorway)


Regie: Anthony Mann

Die Tür zur Hölle....

"Fluch des Blutes" (Original: Devils Doorway) ist ein Western von Anthony Mann, der im Jahr 1950 gedreht wurde. Gemeinsam mit Delmer Daves "Der gebrochene Pfeil" sind es die ersten Westernfilme, in denen Indianer nicht mehr als wilde Tiere, sondern intelligent dargestellt werden. Sie entstanden zur gleichen Zeit und kamen mit einem Monat Abstand in die amerikanischen Kinos. Beide Filme eröffneten damit einen neuen Trend des Genres. Die Behandlung der Indianerfrage bekam damit eine filmische Wendung, wobei die Wirkung von "Der gebrochene Pfeil" weitaus stärker war. Denn Delmer Daves gelang es die Emotionen der Kinogänger zu rühren, er stellt die Würde und Liebe zwischen einem weißen Mann und einer Indianerin sowie die große Freundschaft dieses Mannes zu einem Indianerhäuptling in den Mittelpunkt. "Fluch des Blutes" ist dagegen hart und bitter, am Ende steht auch nicht der Versöhnungsgedanke wie Daves Film, sondern Mann lässt es auch ungelöst und grimmig enden - tatsächlich liegt er damit näher an der Wirklichkeit. Denn die Indianer haben erst im 20. Jahrhundert die US-Staatsbürgerrechte verliehen bekommen, was aber noch lange nicht bedeutete, dass sie damit auch als gleichberechtigte Staatsbürger behandelt wurden. Anthony Mann, der in den 40ern vornehmlich auf Noirs spezialisiert war, gab mit "Fluch des Blutes" seinen Einstand im Westernfach. Der Film spielte damals 2,1 Millionen Dollar ein, sein filmischer Verwandter "Broken Arrow" schaffte aber 3,5 Millionen Dollar und hatte so beim Publikum eindeutig die Nase vorn. Manns Nähe zum Film Noir ist in "Fluch des Blutes" allgegenwärtig.Heute gilt "Fluch des Blutes" als eines der großen Meisterwerke des Regisseure und er ist bis heute ein Film geblieben, der noch entdeckt werden muss. Die Geschichte spielt kurz nach dem Ende des Sezessionskrieges. Auch Indianer haben in der US-Armee gedient und Lance Poole (Robert Taylor) vom Stamm der Shoshoni, hat es sogar zum Sergeant Major bei der Konföderiertenarmee gebracht. Nun hat der Kogress ihn sogar mit seinem höchsten Tapferkeitsorden, dem Congressional Medal of Honor, ausgezeichnet. In seiner Heimat in Medicine Bow, Wyoming trinkt er zur Begrüßung mit dem Wirt Bob Trammell (Tom Fadden) und dem Sheriff Zeke Carmody (Edgar Buchanan). Noch scheint alles in bester Ordnung zu sein - Lance hat vor seine Farm ausserhalb der Stadt zu bewirtschaften. Doch am Tresen steht ein Mann, der den Rassenhass in diesen Landstrich bringen wird. Es ist der Anwalt Verne Coolan (Louis Calhern). Der lockt Schafzüchter mit ihren riesigen Herden ins Tal und hetzt sie auf den Grundbesitz des Indianers. Denn laut Gesetz ist ein Indianer gar kein Staatsbürger und kann deshalb keinen Anspruch auf Grundbesitz erheben. Somit wäre selbst ein Soldat des Bürgerkriegs, wenn er Indianer ist, von diesem Gesetz betroffen - man könnte ihn sofort von eigenen Land vertreiben und hätte das Recht auf seiner Seite. Nach gewissem Zögern sucht Lance Hilfe bei der Anwältin Orrie Masters (Paula Raymond), die versucht für Lance eine Petition mit den Unterschriften der wichtigsten Bürger der Stadt zu bekommen und so die Regierung zu überzeugen. Zur gleichen Zeit sind auch einige von hungernden Indianer Familien aus dem für sie zugewiesene Reservat geflohen und haben bei Lance auf der Farm Unterkunft und Zuflucht erhalten. Dies nutzt der rassistische Anwalt um weiter Unfrieden zu stiften. Er provoziert einen Streit zwischen einem Schafzüchter und Lance. Ein Schuß fällt und mit ihm haben sich die guten Chancen für Lance ins Gegenteil verkehrt....


Am Ende kommt es zur Stürmung der Farm seitens der Armee und die Indianer werden die Verlierer sein. Schnörkellos und unerbittlich hat Anthony Mann zielgerichtet den Zuschauer zum unausweichlichen Finale geführt, dort wartet der Tod. Anhand des kleinen Indianerjungen Jimmy, gespielt von Henry Marco, zeigt sich wie sich der Hass vererben kann. Er lernt schon in früher Kindheit, was es heißt Indianer und damit Benachteiligter zu sein und er hofft, dass Lance ihm eine Waffe in die Hand gibt. So schnell wird aus einem Kind ein Kindersoldat. Manns Film lässt konsequenterweise keinen einzigen Hoffnungsschimmer zu und ist somit auch noch heute einer der grimmigsten Western der Filmgeschichte.

Bewertung: 9 von 10 Punkten