Samstag, 22. Januar 2022
Die Farm der Besessenen (The Furies)
Freitag, 17. Dezember 2021
Rio Grande (Rio Grande)
Regie: John Ford
Vater und Sohn...
John Ford ist natürlich eine große Regie-Legende, besonders wenn es um das Westerngenre geht. Im Alter von 78 Jahren verstarb er im Jahr 1973. Er hinterließ ein Erbe von etwa 124 Filmen und erhielt insgesamt viermal den Oscar als bester Regisseur: "The Informer" (1936), "Früchte des Zorns" (1941), "So grün war mein Tal" (1942) und "Der Sieger" (1953). Mit dem großen Westernstar John Wayne drehte er besonders häufig und beide schufen unsterbliche Klassiker wie "Ringo", "Der schwarze Falke" oder "Der Mann, der Liberty Valance erschoß". Auch in allen drei Kavallerie-Auftrragswestern, die Ford zwischen zwischen 1947 und 1950 drehte, spielte John Wayne die Hauptrolle."Rio Grande" entstand 1950 und bildet somit den Abschluß dieses Trios, bei dem John Ford wieder in schwarz-weiß drehte, obwohl ja der Vorgängerfilm "Der Teufelshauptmann" gerade wegen seiner Farbkamera den Oscar bekam. Nichtsdestotrotz ist auch die Location vom weiten, besetzen Land durch amerikanische Soldaten atmosphärisch stark in schwarz-weiß Aufnahmen bebildert.
Durch die Gesangseinlagen der "Sons of Pioneers" erhält der Film auch ein starke musikalische Handschrift, die die beiden Filmelemente "Familiendrama" und "Schlacht" auflockern soll. Ich fands eher zuviel Gesang, aber dafür sorgt Faktotum Victor McLaglen - genau wie in "Der Teufelshauptmann" - als rechte Hand des Colonels für guten Humor und eine gewisse Herzenswärme, die dann aufs ganze Regiment auszustrahlen scheint. John Wayne ist als Colonel Kirby Yorke zu sehen, der mit seinen Männern nicht nur das Fort bewacht, sondern auch immer wieder gegen widerständige Apachen in den Kampf ziehen muss. Diese Krieger machen es der US-Kavallerie aber immer wieder schwer, da sie nach ihren Überfällen den Rio Grande überqueren und am anderen Ufer dann auch schon in Mexiko sind. Und den US-Soldaten ist es strengstens untersagt die Grenze zu überschreiten. Aber nicht nur dieses Problem macht dem Colonel zu schaffen. Sein Sohn Jeff ((Claude Jarman jr) hat die Prüfung in Westpoint wegen Mathematik vermasselt und hat sich nun als ganz normaler Rekrut wie andere junge Männer (u.a. Harry Carey jr, und Ben Johnson) bei der Army gemeldet. Zufälligerweise wird er nun ins Regiment seines Vaters versetzt, den er seit 15 Jahren nicht mehr gesehen hat. Seine Eltern leben seit dieser Zeit getrennt, da sich der Vater nicht von der Armee trennen konnte und seine Frau nicht das Dasein einer Soldatenfrau im Fort führen wollte. Doch Kathleen Yorke (Maureen O'Hara) taucht kurze Zeit später auch im Fort auf um ihren Sohn wieder mitzunehmen. Vater Kirby ist da ganz anderer Meinung: Er ist sich sicher, dass ein Mann seine Verantwortung übernehmen muss und zu seinem Wort zu stehen hat, selbst wenn er sich dadurch zerstört. Bald lassen die Angriffe der Apachen nicht auf sich warten. Und Jeff bekommt seine Bewährungsprobe. Die Apachen haben einige Kinder aus dem Fort entführt und sie nach Mexico verschleppt. General Sheridan (J. Carrol Naish) gibt nun Yorke den langersehnten inoffizellen Befehl die Grenze zu überqueren..
Somit fällt der Hauptteil von "Rio Grande" um einiges actionhaltiger aus als der ruhige erste Part, der sich vor allem auf die Figurenkostellation und Charakterzeichnungen fixiert. Dass auch die ruhigeren Töne gut funktionieren ist der guten Ensembleleistung zuzuschreiben. Ford engagierte dafür einige "Stammschauspieler" wie Chill Wills, Victor McLaglen, Ben Johnson und Harry Carey jr. Die Szene mit Wills und McLaglen, in der Letzterer seine Brandstiftung erwähnt, ist besonders witzig und zeigt die Klasse des Regisseurs. Maureen O'Hara spielt zum ersten Mal John Waynes Frau - es sollte aber nicht bei diesem einen Mal bleiben. Für John Ford wiederholten sie diese Paargeschichte weils so schön war noch zwei weitere Male. Wenn man alle drei Kavallerie-Film von Ford miteinander vergleicht, dann ist "Rio Grande" eindeutig der schwächste Teil. Wie gesagt es war eine Auftragsarbeit und vielleicht legte Ford da etwas weniger Motivation hinein, aber die Realisierung dieses Streifens war die Bedingung für die Studio Bewilligung für den geplanten Film "Der Sieger". Da fürchtete man Verluste.Dennoch ist "Rio Grande" ein Klassiker. Er hat zwar nicht diese markanten Szenen und Bilder wie "Bis zum letzten Mann" oder "Der Teufelshauptmann" - aber er ist überzeugend bei diesem Vater-Sohn Konflikt. Und wie immer zeigt es sich wie undankbar doch der Job als Held bei der Armee war. Gerade für so einen ausgezeichneten Soldaten wie Kirby Yorke, der alle seine privaten Wünsche und Sehnsüchte hinten an stellt.
Montag, 29. November 2021
Der Scharfschütze (The Gunfighter)
Regie: Henry King
Scharfschütze Jimmy Ringo...
Bewertung: 8 von 10 Punkten.
Sonntag, 28. November 2021
Herr der rauhen Berge (Rocky Mountain)
Regie: William Keighley
Ein Felsinschrift ca. 2 Meilen vor den Rocky Mountains erinnert an die Ereignisse des 26. März 1865:
Die Nordstaaten haben den Krieg fast schon gewonnen, nur der Süden will nicht aufgeben. Darum schickt General Robert E. Lee eine achtköpfige Einheit der Konföderierten-Kavallerie an die Grenze nach Californien.
Unter dem Kommando des beliebten Captain Lafe Barstow (Errol Flynn) sollen sich die Männer Plank (Slim Pickens), Kip Waterston (Robert Buzz Henry) Pierre Duchesne (Peter Coe), der ältere Pap Denison (Guinn Williams), Kay Rawlings (Sheb Whooley), Jonas Weatherby (Rush Williams) und der erst 16jährige Jimmy Wheat (Dickie Jones) mitsamt seinem Hund Spot am Geisterberg, wie die Rocky Mountains damals genannt wurden, mit einem gewissen Cole Smith treffen.
Dieser Smith soll angeblich 500 Mann führen, die bereit sind für den Süden noch einmal in einen entscheidenden letzten Kampf zu ziehen.
Doch statt Smith ist nur einer seiner Kundschafter, ein gewisser California Beal (Howard Petrie) dort anzutreffen. Es kommt aber noch dicker. Eine Postkutsche wird von den auf dem Kriegspfad befindenden Schoschonen angegriffen. Die Männer entscheiden sich einzugreifen und retten den Kutscher (Chubby Johnson) und den einzigen Passagier, die hübsche Miss Johanna Carter (Patrice Wymore), die ihren Verlobten, den Nordstaatenlieutnant Rickey (Scott Forbes) im Fort Humboldt besuchen wollte. Eine ziemlich heikle Lage für die Mission, zumal der Verlobte mit einer Gruppe Soldaten und indianischen Kundschaftern bald das Versteck der Männer in den Bergen findet...
William Keighley drehte "Rocky Mountain", der in Deutschland eher unter dem Titel "Herr der rauhen Berge" bekannt ist, im Jahr 1950. Trotz der sehr angesehenen Western, die Kinostar Errol Flynn mit Regisseur Michael Curtiz drehte, ist dieser Kavalleriewestern einer von Flynns besten Genrevorstellungen.
Der Film hat den tragischen Heldentod zum Thema und gehört für diejenigen Zuschauer, die ihn geseehen haben, zu den großen, unvergessenen Schwarzweiss-Western der Filmgeschichte. Kameramann Ted McCord setzt die Gruppe in eine imposante, felsige Landschaft. Gewaltig, rissig und hart ist die wunderschöne, aber feindliche Umgebung. Romantik und Liebe kommen kurz auf, aber diese hat keine Zukunft. Was bleibt ist aber die Freundschaft und der Zusammenhalt der Kameraden. Die Schlußsequenz mit dem kleinen Hund, der sein Herrchen auf dem Schlachtfeld sucht, ist sehr rührend und bewegend.
Für die atmosphärische musikalische Untermalung ist Max Steiner verantwortlich.
Bewertung: 8 von 10 Punkten.
Samstag, 27. November 2021
Winchester 73
Regie: Anthony Mann
Eine unter Tausend...
Das Unternehmen Winchester Repeating Arms Company entwickelt und baut seit 1860
in den USA Gewehre. Seit 1866 werden diese Repetiergewehre unter dem bekannten
Markennamen Winchester vertrieben und verkauft. Schon in den Anfangsjahren
wurden die vielen Modelle immer wieder mit dem Jahr der Entstehung
gekennzeichnet: Winchester 66, Winchester 76, Winchester 86...die berühmteste
von allen war die Winchester 73. Um dieses legendäre Gewehr geht es im
gleichnamigen Film "Winchester 73" von Anthony Mann aus dem Jahr 1950. Mit
diesem Western begann auch gleichzeitig die sehr konstruktive Zusammenarbeit des
Regisseurs mit seinem Hauptdarsteller James Stewart. Nach dem Erfolgsfilm wurden
vier weitere ähnlich konzipierte Western inszeniert. 1952 entstand "Meuterei am
Schlangenfluß", es folgte ein Jahr später "Nackte Gewalt". Danach "Über dem
Todespaß", den Schlußpunkt setzte "Der Mann aus Laremie". Dabei spielte Stewart
eigentlich immer den Westerner, der bereits ein Bruch mit er Gesellschaft hinter
sich hat und im Grunde nicht den typischen "guten Kerl" präsentiert, sondern
einen Mann, der entweder von Rache oder Enttäuschung getrieben und emotionale,
zum Teil auch materielle Anreize (Nackte Gewalt) für sein Handeln braucht. So
gesehen hat dieses Western-Quintett auch einen gewissen Einfluss auf die
Antihelden und Inhalte des Italo Western. Im Jahr 1876 verfolgen die beiden
Freunde Lin McAdam (James Stewart) und High Spade Frankie Wilson (Millard
Mitchell) einen Mann, mit dem Lin noch eine Rechnung offen hat. Dieser Mann hat
allerdings als Dutch Henry Brown (Stephen McNally) einen anderen Namen
angenommen und hält sich seit kurzem in Dodge City, Kansas auf. Dort hat Wyatt
Earp (Wll Geer) das Zepter in der Hand und sorgt mit strenger Hand für Gesetz
und Ordnung. Anlässlich des 100sten amerikanischen Unabhängigkeitstags findet
dort ein attraktives Wettschießen statt. Als Siegerprämie erwartet den Gewinner
das legendäre Präzsisionsgewehr, die Winchester 73. Dementsprechend groß ist der
Andrang der Teilnehmer. Lin trifft an diesem Tag seinen Todfeind, doch der
Sheriff hat vorher allen Besuchern der Stadt die Waffen abgenommen. So muss die
unvermeidliche Konfrontation warten. Lin gewinnt zwar das Schießen, doch er ist
nicht lange Eigentümer der Waffe. Der Besitz der Waffe wechselt. Er fällt
irgendwann auch einem Waffenhändler (John McIntire) in die Hände, später einem
jungen Indianderhäuptling auf Kriegspfad (Rock Hudson) und für einige Minuten
einem namenlosen jungen Soldaten (Tony Curtis). Lin macht derweil Bekanntschaft
mit Lola Manners (Shelley Winters), deren Verlobten Steve Miller (Charles Drage)
und dem Outlaw Waco Johnny Dean (Dan Duryea). In einer atmosphärischen
Felsenlandschaft entscheidet sich das Schicksal...
Freitag, 26. November 2021
Westlich St. Louis (Wagonmaster)
Regie: John Ford
Wagenführer...
Der gebrochene Pfeil (Broken Arrow)
Regie: Delmer Daves
Sonseeahray...
Delmer Daves Indianerwestern "Der gebrochene Pfeil" entstand 1950 und
markiert gemeinsam mit Anthony Manns "Fluch des Blutes" einen
bedeutenden Wendepunkt in der Geschichte seines Genres. Man kann "Broken
Arrow" (so der Originaltitel) als eine Art "Der mit dem Wolf tanzt" der
frühen 50s ansehen. Es war einer der ersten Westrn überhaupt, die die
Indianer nicht als die blutrünstigen Bösen darstellte.
Die Handlung ist dem Costner Film nicht unähnlich, natürlich nicht so
ausufernd episch, dafür aber aufs Wesentliche konzentriert. Neben seinen
gemeinsamen Western mit Anthony Mann gehört dieser Film zu James
Stewart besten Western. Die Ereignisse beruhen auf Tatsachen, sie wurden
aber für den Film aus dramaturgischen Gründen etwas verändert. Stewart
spielt den Scout Tom Jeffords, der es durch seine Bemühungen zustande
brachte, ein Friedensabkommen zwischen Rot und Weiß zu realisieren.
Der Abenteurer Tom Jeffords (James Stewart) reitet durch das gefährliche
Indianergebiet - er ist auf dem Weg zum Fort, denn er arbeitet
gelegentlich für die Armee. Als er Geier in der Luft kreisen sieht,
denkt er zuerst an ein verletztes oder totes Tier, dass in der Nähe
liegen muss. Doch es ist ein verletzter Indianerjunge (Robert Foster
Dover). Obwohl die Apachen als blutrünstige Bestien verschrien sind,
behandelt Jeffords die Verletzungen des jungen Indianers und es gelingt
ihm ihn gesund zu pflegen. Dies ist auch seine Rettung, denn er stößt
bald auf weitere Indianer, die sein Leben verschonen, weil der Junge ihn
als seinen Retter vorstellt. Jeffords muss aber mitansehen, wie einige
Siedler kurz darauf von den selben Indianern überfallen werden und
einige davon ums Leben kommen. In der Stadt angekommen, versucht
Jeffords seine Beweggründe zu erklären, warum er dem Jungen half. Doch
seine Argumentation stößt auf großes Unverständnis. Man sieht sofort in
ihm einen "Indianerfreund". Doch Jeffords lässt sich nicht unterkriegen
und hat entschieden zwischen den Weißen und dem Stamm der
Chiricaua-Apachen zu vermitteln. Er nimmt dabei in Kauf am Marterpfahl
der Indianer zu sterben, denn es herrscht ja erbitterter Krieg. Doch man
sagt vom Stammeshäuptling Cochise (Jeff Chandler), dass er ein sehr
kluger und besonnener Führer sei. Tatsächlich gelangt er ins Lager der
Indianer und kann mit Cochise ein erstes Abkommen in Richtung Frieden
schließen. Bei diesem ersten Treffen lernt er auch die junge Indianerin
Sonseeahray (Debra Paget) kennen, in die er sich verliebt. Er möchte die
Frau sehr bald wiedersehen. Von Cochise hat er die Zusage, dass man die
Postreiter, die normale Post mit dem Pferd befördern, nicht mehr
angegriffen werden. Tatsächlich halten sich die Indianer an diese
Abmachung. Der Krieg geht dennoch weiter und eine Einheit von Soldaten,
die durchs Indianergebiet reiten, wird konsequent angegriffen. General
Howard (Basil Ruysdael) erkennt aber die Möglichkeit von weiteren
Schritten in Richtung Frieden. Gemeinsam mit Jefford will er Cochise
besuchen. Dies gibt Jefford die Gelegenheit seine große Liebe wieder zu
sehen...
Der Film schildert eindrücklich, dass diese gut gemeinten Friedensbemühungen auf beiden Seiten immer auch Gegner hervorrufen. Cochise macht sich damit seinen Stammesbruder Geronimo (Jay Silverheels) zum Feind. Bei den Weißen sind es am Ende die Rachegedanken des Farmers Ben Slade (Will Geer) und dessen Sohn (Mickey Kuhn), die Cochise in einen Hinterhalt locken. Der Film endet traurig, dennoch wird gleichzeitig am Schluß erwähnt, dass man durch persönliche Opfer ein stück weit mehr Frieden erlangen konnte. Natürlich wirkt "Broken Arrow" heute etwas naiv, aber an der Aussage selbst ist nichts falsch geworden. Denn Daves Film wirbt für ein besseres Verständnis für das fremde Gegenüber und zeigt sowohl die Bemühungen als auch die Stolperfallen in diesem Prozess. So gesehen ist der Film zeitlos und gerade heute wieder aktuell. Jeff Chandler gibt dabei eine besonders imponierende Darstellung des Indianerhäuptling, die gar mit einer Oscarnominierung belohnt wurde. Ebenso oscarnominiert wurde das Drehbuch von Albert Maltz und die Kameraarbeit von Ernest Palmer.
Bewertung: 9 von 10 Punkten.
Fluch des Blutes (Devils Doorway)
Regie: Anthony Mann
Die Tür zur Hölle....
"Fluch des Blutes" (Original: Devils Doorway) ist ein Western von Anthony Mann, der im Jahr 1950 gedreht wurde. Gemeinsam mit Delmer Daves "Der gebrochene Pfeil" sind es die ersten Westernfilme, in denen Indianer nicht mehr als wilde Tiere, sondern intelligent dargestellt werden. Sie entstanden zur gleichen Zeit und kamen mit einem Monat Abstand in die amerikanischen Kinos. Beide Filme eröffneten damit einen neuen Trend des Genres. Die Behandlung der Indianerfrage bekam damit eine filmische Wendung, wobei die Wirkung von "Der gebrochene Pfeil" weitaus stärker war. Denn Delmer Daves gelang es die Emotionen der Kinogänger zu rühren, er stellt die Würde und Liebe zwischen einem weißen Mann und einer Indianerin sowie die große Freundschaft dieses Mannes zu einem Indianerhäuptling in den Mittelpunkt. "Fluch des Blutes" ist dagegen hart und bitter, am Ende steht auch nicht der Versöhnungsgedanke wie Daves Film, sondern Mann lässt es auch ungelöst und grimmig enden - tatsächlich liegt er damit näher an der Wirklichkeit. Denn die Indianer haben erst im 20. Jahrhundert die US-Staatsbürgerrechte verliehen bekommen, was aber noch lange nicht bedeutete, dass sie damit auch als gleichberechtigte Staatsbürger behandelt wurden. Anthony Mann, der in den 40ern vornehmlich auf Noirs spezialisiert war, gab mit "Fluch des Blutes" seinen Einstand im Westernfach. Der Film spielte damals 2,1 Millionen Dollar ein, sein filmischer Verwandter "Broken Arrow" schaffte aber 3,5 Millionen Dollar und hatte so beim Publikum eindeutig die Nase vorn. Manns Nähe zum Film Noir ist in "Fluch des Blutes" allgegenwärtig.Heute gilt "Fluch des Blutes" als eines der großen Meisterwerke des Regisseure und er ist bis heute ein Film geblieben, der noch entdeckt werden muss. Die Geschichte spielt kurz nach dem Ende des Sezessionskrieges. Auch Indianer haben in der US-Armee gedient und Lance Poole (Robert Taylor) vom Stamm der Shoshoni, hat es sogar zum Sergeant Major bei der Konföderiertenarmee gebracht. Nun hat der Kogress ihn sogar mit seinem höchsten Tapferkeitsorden, dem Congressional Medal of Honor, ausgezeichnet. In seiner Heimat in Medicine Bow, Wyoming trinkt er zur Begrüßung mit dem Wirt Bob Trammell (Tom Fadden) und dem Sheriff Zeke Carmody (Edgar Buchanan). Noch scheint alles in bester Ordnung zu sein - Lance hat vor seine Farm ausserhalb der Stadt zu bewirtschaften. Doch am Tresen steht ein Mann, der den Rassenhass in diesen Landstrich bringen wird. Es ist der Anwalt Verne Coolan (Louis Calhern). Der lockt Schafzüchter mit ihren riesigen Herden ins Tal und hetzt sie auf den Grundbesitz des Indianers. Denn laut Gesetz ist ein Indianer gar kein Staatsbürger und kann deshalb keinen Anspruch auf Grundbesitz erheben. Somit wäre selbst ein Soldat des Bürgerkriegs, wenn er Indianer ist, von diesem Gesetz betroffen - man könnte ihn sofort von eigenen Land vertreiben und hätte das Recht auf seiner Seite. Nach gewissem Zögern sucht Lance Hilfe bei der Anwältin Orrie Masters (Paula Raymond), die versucht für Lance eine Petition mit den Unterschriften der wichtigsten Bürger der Stadt zu bekommen und so die Regierung zu überzeugen. Zur gleichen Zeit sind auch einige von hungernden Indianer Familien aus dem für sie zugewiesene Reservat geflohen und haben bei Lance auf der Farm Unterkunft und Zuflucht erhalten. Dies nutzt der rassistische Anwalt um weiter Unfrieden zu stiften. Er provoziert einen Streit zwischen einem Schafzüchter und Lance. Ein Schuß fällt und mit ihm haben sich die guten Chancen für Lance ins Gegenteil verkehrt....






























