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Sonntag, 9. Januar 2022

Alamo (The Alamo)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: John Wayne

Das große Opfer für die Freiheit...

Die Schlacht von Alamo dauerte 13 Tage - vom 23. Februar bis zum 6. März 1836 - und gilt bis heute in den USA als Symbol für den Freiheitskampf. Sie wurde von den Texanern moblisiert, die ihre Unabhängigkeit erkämpfen wollten. Zu dieser Zeit war das Land noch mexikanisches Gebiet. Aber immer mehr weiße Siedler bevölkerten diesen Landstrich nördlich des Rio Grande. Als Teil des texanischen Unabhängigkeitskrieges fand die Schlacht zwischen einer 7.000 Mann starken mexikanischen Truppe unter dem Präsidenten Antonio Lopez de Santa Anna und den bei dieser Schlacht mit ca. 200 Soldaten stark unterlegenen Widersachern statt, die sich im Fort Alamo, einer kleinen Missionsstation, verschanzten.
"Alamo" war neben seiner Co-Regie in "Die grünen Teufel" die einzige Regiearbeit von John Wayne. Und diesen Film bereitete er jahrelang vor. In einem Interview gestand er "Ich wünsche mir von ganzem Herzen, daß die Schlacht um Alamo ein Symbol bleibt und beweist, dass die Liebe zur Freiheit nicht tot ist". Oder wie Davy Crockett, John Waynes Rolle im Film, einst sagte "Ohne Freiheit ist der Mensch so tot wie eine Biberfellmütze".  Bei der Kritik ist der Film bis heute umstritten. Vor allem wegen seiner rechtslastigen Aussage. Einige gingen sogar soweit Wayne als "primitiven Rechtsradikalen" zu bezeichnen. Tatsächlich sind einige Szenen sehr provokativ und lassen eine politische Ideologie erkennen. Etwa dann, wenn einer der Männer von Colonel William Travis (Laurence Harvey) die Möglichkeit bekommt das totgeweihte Fort zu verlassen, um sich weiter um seine große und mittellose Familie zu kümmern. Die Frau des Mannes sieht dies aber als eine Beleidigung an. Ihr Mann hat das Recht genauso wie die anderen Männer als Held in der Schlacht um die Freiheit zu sterben und lehnt dieses vernünftige Angebot dankend ab. Eine herzzerreißende Abschiedsszene folgt. Was man nicht alles für Texas tut. Wayne treibt den Pathos am Ende des Films noch um ein Tausendfaches auf die Spitze und zeigt zu einem himmlischen Chorgesang der beiden markanten Songs "Green leaves of Summer" und "The eyes of Texas" wie die Überlebende Sue Dickinson (Joan O´Brien) mit ihrer kleinen Tochter Lisa (Aissa Wayne) das Fort verlassen. Sue hat ihren geliebten Mann Cpt. Almeron Dickinson (Ken Curtis - der "Festus" aus "Rauchende Colts") verloren und schreitet dennoch stolz durch die Reihen der mexanischen Aggressoren. Auf einem Hügel wartet der junge mutige Smitty (Frankie Avalon), der zu spät zum Sterben kam - er sollte Hilfe bei General Sam Houston (Richard Boone) holen, doch die konnten nichts tun für die kleine Gruppe, deren Ziel es war die Mission so lange zu halten wie möglich. Am Ende singt der Chor dann, dass die Soldaten nun in den Armen des Herrn ruhig schlafen. So emotional dies alles ist - es ist tatsächlich eine der schönsten Schlußszenen der Filmgeschichte für mich. Der 192 Minuten lange Film ist zu keiner Zeit langweilig, John Wayne darf sich auch noch in Linda Cristal verlieben und zeigt mit einer historischen Genauigkeit die chronologische Abfolge dieser ungleichen Schlacht, die von vornherein ein Himmelfahrtskommando ist. Damit General Houston für den Freiheitskampf Texas eine mehr als 1.000 Mann starke Armee aufstellen kann, soll Colonel Travis gemeinsam mit Colonel Jim Bowie (Richard Widmark) die Mission Alamo in San Antonio verteidigen. Beide Männer sind grundverschieden. Travis, ein Perfektionist und Pendant - Bowie lässt sich schon mal vollaufen und pfeift auf militärische Genauigkeit. Bald gesellt sich auch der bekannte Kongressabgeordnete Davy Crockett mit seinen 23 tapferen Männern dazu. Die kommen zwar aus Tennessee - aber das Argument, dass sich Mexico nach Texas auch weitere Bundesstaaten unter den Nagel reißen könnte, zieht.  
 
 
 Die tapferen Männer werden zu Todesmutigen und am Ende zu Wahnsinnigen. Dies alles ist ein wunderbare Bilder verpackt. Kameramann war William W. Clothier, den Wayne sich bei John Ford ausgeliehen hat.  Für diese Leistung bekam Clothier eine verdiente Oscarnominierung. Vier Jahre später konnte er diese Wertschätzung wiederholen, denn auch für John Fords "Cheyenne" gabs für ihn eine Nominierung. Großen Anteil an der starken Wirkung des Schlachtengemädes hat aber vor allem die eindringliche Filmmusik von Dimitri Tiomkin - es ist eine Sternstunde in der Geschichte der Soundtracks. Neben diesen beiden gabs noch weitere fünf Nominierung im Oscarjahr 1961  - am Ende gewann der Film aber nur den Preis für den besten Ton an Gordon Sawyer und Fred Hynes.  
     
  Bewertung: 8 von 10 Punkten

Sonntag, 12. Dezember 2021

Mit stahlharter Faust (Man without a star)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie. King Vidor

Wandering Banjo Man...

Der US-Regisseur King Vidor hat bereits in der Stummfilmzeit Klassiker wie "Die große Parade" oder "Ein Mensch in der Masse gedreht". Er konnte seine Erfolge auch in der Tonfilmzeit fortsetzen, hatte in den 30er Jahren Erfolge mit "Die Zitadelle" oder "Stella Dallas" und schuf mit "Duell in der Sonne" in den 40er Jahren einen der kassenträchtigsten Western überhaupt. In den letzten Jahren seiner aktiven Laufbahn widmete er sich dem Monumentalfilm zu und konnte mit Werken wie "Krieg und Frieden" oder "Salomon und die Königin von Saba" das Publikum ebenfalls überzeugen.
Einer seiner interessantesten Filme ist vielleicht sogar der Western "Mit stahlharter Faust" - viele Kritiker meinten, dass es kaum einen anderen Western gäbe, in dem die Existenzfrage so brutal dargestellt wird wie in "Man without a star" - so der Originaltitel, der besser zum Thema des Films passt. Denn dieser Dempsey Rae verfügt über keinen Leitstern in seinem Leben. Es fehlt ihm immer noch an Orientierung und sowandert er durch den Wilden Westen, hält es nirgends lange aus. Immer wieder bleibt er für kurze Zeit an einem Ort, verdient sich als Cowboy ein bisschen Geld und zeiht dann wieder weiter. Er hat sich vorgenommen das Leben eher leicht zu nehmen. Er ist auch ein sehr guter Banjospieler. Er hat aber nicht mal ein Pferd, nur noch ein Sattel erinnert ihn ans Reiten. In der Anfangsszene braust eine Lokomotive heran und wird im Bild immer größer – der Zug dahinter transportiert Vieh und auch die Hauptfigur Dempsey Rae ist als blinder Passagier - wie andere Herumtreiber auch - an Bord. Zu diesen nicht zahlenden Passagieren zählt auch der Junge Jeff Timson (William Campbell), der von einen Bahnbediensteten aufgespürt, geschlagen und vom Zug vertrieben wird. Es ist Dempsey der dem jungen Mann hilft wieder in den fahrenden Zug zu kommen. In der Nacht werden die beiden Zeuge wie ein Bremer von einem weiteren Herumtreiner (Jack Elam) ermordet wird. Man verdächtigt Jeff und will ihn verhaften, doch Dempseys Aussage bewirkt, dass der Youngster seinen Hals aus der Schlinge ziehen kann. Fortan bleiben die Beiden zusammen und Dempsey macht seinen jüngeren Partner fit für das raue Leben im Wilden Westen. Gemeinsam werden sie als Cowboys auf der Triangle Ranch engagiert. Es ist eine riesige Ranch mit einem Bestand von 10.000 Rindern. Einige Nachbarn verfolgen mit Sorge die expandierenden Pläne der Ranchbesitzerin Reed Bowman (Jeanne Crain), sie überlegen ob sie ihr Land einzäunen müssen, damit sie das Gras darauf als Winterfutter mähen können um ihre Tiere durch die kalte Jahreszeit zu bringen. Doch Reed Bowman hat skrupellose Pläne. Sie will ihren Viehbestand auf bis zu 30.000 Rinder ausbauen. Dies wäre der Untergang für alle kleineren Rancher in der Umgebung. Als Reed auch noch fiese Revolverhelden (u.a. Richard Boone) anheuert muss Dempsey seine Loyalität zu seiner attraktiven Chefin prüfen...


Ein Film auch über das Wechseln der Seiten und ein Film über das Ende des Wilden Westens. Denn die Rancherin Reed Bowman - gespielt von Jeanne Crain, die gegen ihr Image besetzt wurde - hat vor ein paar Jahre große Herden zu züchten, in kurzer Zeit viel Kasse machen und dann verschwinden. Sie pfeift auf die Rücksicht gegenüber Anderen. Eine Vertreterin des ungezügelten Kapitalismus. Parallelen solcher Ambitionen zur heutigen Systemkrise sind augenfällig. Auf dem Höhepunkt des Films muss das Land durch Stacheldraht reguliert wreden, damit es von den ausbeuterischen Absichten der Großunternehmer geschützt bleibt. Kirk Douglas gelingt mit Stärke und Humor eine tolle Westernfigur abzuliefern. Das Spiel mit dem jungen William Campbell gestaltet sich anfangs als heiteres Buddy-Movie Motiv, wird aber auf dem Höhepunkt noch richtig dramatisch, denn die berechnende Frau treibt einen Keil in die Freundschaft. Der Stacheldraht hat eine unterschiedliche Bedeutungen. Einmal widerspricht es dem Ideal von Freiheit, wie Dempsey sie sich erträumt. Der Draht nützt aber im Laufe der Handlung den reichen Besitzern nützt. So wird der Held der Geschichte unfreiwillig Gesinnungsgenosse und Helfeshelfer der reichen Viehbaronin. Somit ist "Mit stahlharter Faust" auch ein Film über den notwendigen Verrat von eigenen Idealen, damit er seine anderen Ideale in Punkto Freundschaft und Loyalität noch erfüllen kann. Am Ende ist klar, dass er mit diesem Widerspruch nur die eine Möglichkeit hat: Er muss weiterziehen. Drehbuchautor war Borden Chase (Red River, Winchester 73, Über den Todespass, Der weiße Teufel von Arkansas). In weiteren Nebenrollen sind Claire Trevor und Jay C. Flippen zu sehen. 

Bewertung: 7,5 von 10 Punkten. 

Sonntag, 5. Dezember 2021

Man nannte ihn Hombre (Hombre)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Martin Ritt

Russells Reise in die Zivilisation

1880 im Indianerreservat San Carlos, Arizona: John Russell (Paul Newman) lebt hier und jagt mit anderen Stammesmitgliedern der Apachen Pferde. Mit der Zähmung der Mustangs verdienen sie ein bisschen Geld, sie verkaufen sie an die Postkutschengesellschaften. Das Leben im Reservat ist ansonsten ärmlich. Trotzdem hat sich John Russell entschieden wieder bei den Indianern zu leben. Als Junge wurde er von den Apachen gefangengenommen, lernte ihre Lebensart und ihre Verhaltensweisen kennen und schätzen. Ein Wanderer zwischen den Kulturen, denn er kam wieder zurück zum weissen Mann, wurde von einem Mr. Russell adoptiert.


Der Posthalter Mendez (Martin Balsam) teilt ihm bei einem Treffen mit, dass er keine Pferde von den Indianern mehr braucht. "Fortschritt" heisst die Devise, die Postkutschen müssen alle langsam weichen, weil die Eisenbahn auch in die entlegensten Gebiete vordringt.
John erbt aber ein Gasthaus des verstorbenen Adoptivvaters und damit setzt er die Wirtin dieses Hauses Jessie Bendow (Daine Cilento), die gerade von ihrem Liebhaber (Cameron Mitchell)den Laufpass bekam, sozusagen auf die Straße.
Ein "ausserreguläre" Postkutschenfahrt wird von dem vermögenden Dr. Favor (Frederic March), Indianeragent von San Carlos und seiner wesentlich jüngeren Frau (Barbara Rush) bestellt.
Jessie steigt dazu. John, der sich inzwischen die Haare geschnitten hat und wieder wie ein Weisser aussieht, ebenfalls.
Dazu die Jungvermählten Billy (Peter Lazer) und Doris (Margaret Blye). Die letzte Fahrkarte erzwingt sich der dubiose wie brutale Grimes (Richard Boone), indem er einen Reisenden einschüchtert.
Dann beginnt eine FAhrt voller Hindernisse....
Martin Ritt (Der Strohmann, Der Spion, der aus der Kälte kam) drehte "Hombre" im Jahr 1967 und in diese Zeit fällt auch der lange Jahre anhaltende Ablösungsprozess vom klassischen Western in den reifen Spätwestern.
Der zynische Italowestern setzte Trends und so musste auch der überlebensgrosse Westernhero der US-Filme langsam einem differenzierten Hauptfigur weichen.
Man wird schnell an "Ringo" erinnert, diesen legendären Postkutschenwestern von John Ford, in dem eine Gruppe von Weissen in der Postkutsche von wilden Indianern bedrängt wird.
Im "Hombre" sitzt der Indianer zuerst in der kutsche, wird aber von einigen rassistischen Fahrgästen rausgemobbt. Und die Übeltäter sind diesmal nicht die auflauernden Indianer, sondern eine Gruppe von Gangstern, darunter ein Mexikaner (Frank Silvera).
"Hombre" zeigt auch das damalige Bemühen endlich das Indianerbild gerechter darzustellen wie viele andere Filme, die in dieser Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs entstanden sind.
"Hombre" heisst übersetzt Mensch oder Mann, diesen Rufnamen erhält der den anderen überlegene John Russell von diesem mexikanischen Bandit, der dem Gegner dahingehend Respekt zollt, weil er nicht mit dessen Überlegenheit gerechnet hat.
Natürlich sind auch die Bilder von Kameramann John Wong Howe (Verfolgt, Auch Henker sterben, Hud, Tätowierte Rose) erstklassig.
Das sieht man gleich in der Anfangssequenz, als die Indianer lautlos die klugen Wildpferde einfangen wollen und hält sich bis zuletzt.
Für mich einer der besten US-Western der 60er Jahre. Leider ist er etwas in Vergessenheit geraten.


Bewertung: 9 von 10 Punkten.

Mittwoch, 24. November 2021

Rio Conchos (Rio Conchos)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Regie: Gordon Douglas

Abenteuerspielplatz Wilder Westen

Der wilde Westen kurz nach dem Sezessionskrieg: Ein einsamer Reiter beobachtet eine Gruppe von Apachen, die ihre Toten begraben und Klagegesänge anstimmen.
Wie wild ballert der Fremde auf die Indianer und hinterlässt sechs weitere tote Rothäute.
Der Fremde ist der ausgebrannte Südstaaten-Major James "Jim" Lassiter (Richard Boone). Ein hochdekorierter Soldat, der seit geraumer Zeit seinen eigenen Privatkrieg gegen die Indianer führt.
Die Apachen haben seine Frau und sein Kind vor seinen Augen brutal ermordet und somit hat er es sich zur Aufgabe gemacht, diese Indianer zu jagen und zu töten.
Durch den Besitz eines Repetiergewehrs kommt ihm aber bald die Armee in die Quere, denn diese Waffe ist das einzige Exemplar einer verschollenen riesigen Waffenladung, die die Armee verzweifelt sucht und hofft dass diese 2000 Gewehre nicht an die kriegswütigen Apachen verkauft werden.
Lassiter hat das Gewehr von dem inzwischen halbwahnsinnig gewordenen Colonel Pardee (Edmond 0`Brian), der auf der mexikanischen Seite des Rio Conchos mit seiner Armee residiert und von dort aus - gemeinsam mit dem Apachenhäuptling Bloodshirt (Rodolfo Acosta) nachträglich den Unabhängigkeitskrieg doch noch für die Südstaaten und vor allem vor sich entscheiden will.
Lassiter (Richard Boone) soll sich daher gemeinsam mit dem mexikanischen Halsabschneider und Frauenhelden Rodriguez (Anthony Franciosa) gezwungenermaßen einer kleinen Militärexpedition der Offiziere Haven (Stuart Whitman) und Franklyn (Jim Brown) anschließen, die nach Mexico führen soll.
Ziel der Armee ist es, diese gestohlenen Waffen aufzuspüren und diese entweder zurückbringen oder zu vernichten. Keine leichte Aufgabe für die vier ungleichen Männer, von denen zwei ihre eigenen Pläne verfolgen. Auf dem Weg zum Rio Conchos gibts für den Westernfreund unbequeme Bilder und Situationen; Einen Gnadenschuss für eine vergewaltigte und verstümmelte Frau, ein sterbendes Baby, harte Folterszenen, grausame Kämpfe mit den Indianern und mit einer Horde mexikanischer Banditen.
Ausserdem lesen die Vier auch noch eine Indianerin (Wende Wagner) auf, die sie somit begleiten wird


Regisseur Gordon Douglas galt als verlässlicher Routinier, der aber immer mal wieder mit einer klasse Qualitätsarbeit den Filmfreund erfreute. Sein bekanntester ist vielleicht "Formicula", eine unvergessene Perle aus dem Horrorgenre.
Darüberhinaus sind neben "Rio Conchos" auch weitere seiner Western bei Fans des Genres auch die Klassiker "Barquero", "Im Höllentempo nach Fort Dobbs" oder "Chuka" äusserst beliebt.
"Rio Conchos" aus dem Jahre 1964 bildet so etwas wie einen Vorgriff auf die harte Italo Westernwelle, ohne alte beliebte Versatzstücke des Genres zu vergessen. Das Terrain, das "Rio Conchos" bietet ist vom Feinsten.
Eine beeindruckenden Felslandschaft, wo der Schlagabtausch mit den Mexikanern stattfindet. Blauer Himmel und blaues Gewässer, wo die Apachen lauern.
Einige der Figuren sind innerlich zerissen, Lassiter erinnert stark an Onkel Ethan Edwards aus "The Searchers", der auch nie was vom Waffenstrecken gehalten hat.
Anfang der 60er trat das vormals vorherrschende Gut und Böse Schema im Wild West Film immer mehr zurück und es war die Stunde von Peckinpahs widersprüchlichen Figuren und in diesem Sinne erinnerte mich der m.E. beste Beitrag Gordon Douglas im Westerngenre auch an den Peckinpahs verstümmelten Monumentalwestern "Sierra Charriba", der allerdings ein paar Monate später entstand.


Bewertung: 9 von 10 Punkten.