Regie: John Wayne
Das große Opfer für die Freiheit...
Regie: John Wayne
Das große Opfer für die Freiheit...
Regie. King Vidor
Wandering Banjo Man...
Der US-Regisseur King Vidor hat bereits in der Stummfilmzeit
Klassiker wie "Die große Parade" oder "Ein Mensch in der Masse gedreht".
Er konnte seine Erfolge auch in der Tonfilmzeit fortsetzen, hatte in
den 30er Jahren Erfolge mit "Die Zitadelle" oder "Stella Dallas" und
schuf mit "Duell in der Sonne" in den 40er Jahren einen der
kassenträchtigsten Western überhaupt. In den letzten Jahren seiner
aktiven Laufbahn widmete er sich dem Monumentalfilm zu und konnte mit
Werken wie "Krieg und Frieden" oder "Salomon und die Königin von Saba"
das Publikum ebenfalls überzeugen.
Einer seiner
interessantesten Filme ist vielleicht sogar der Western "Mit stahlharter
Faust" - viele Kritiker meinten, dass es kaum einen anderen Western
gäbe, in dem die Existenzfrage so brutal dargestellt wird wie in "Man
without a star" - so der Originaltitel, der besser zum Thema des Films
passt. Denn dieser Dempsey Rae verfügt über keinen Leitstern in seinem
Leben. Es fehlt ihm immer noch an Orientierung und sowandert er durch
den Wilden Westen, hält es nirgends lange aus. Immer wieder bleibt er
für kurze Zeit an einem Ort, verdient sich als Cowboy ein bisschen Geld
und zeiht dann wieder weiter. Er hat sich vorgenommen das Leben eher
leicht zu nehmen. Er ist auch ein sehr guter Banjospieler. Er hat aber
nicht mal ein Pferd, nur noch ein Sattel erinnert ihn ans Reiten. In der
Anfangsszene braust eine Lokomotive heran und wird im Bild immer größer
– der Zug dahinter transportiert Vieh und auch die Hauptfigur Dempsey
Rae ist als blinder Passagier - wie andere Herumtreiber auch - an Bord.
Zu diesen nicht zahlenden Passagieren zählt auch der Junge Jeff Timson
(William Campbell), der von einen Bahnbediensteten aufgespürt,
geschlagen und vom Zug vertrieben wird. Es ist Dempsey der dem jungen
Mann hilft wieder in den fahrenden Zug zu kommen. In der Nacht werden
die beiden Zeuge wie ein Bremer von einem weiteren Herumtreiner (Jack
Elam) ermordet wird. Man verdächtigt Jeff und will ihn verhaften, doch
Dempseys Aussage bewirkt, dass der Youngster seinen Hals aus der
Schlinge ziehen kann. Fortan bleiben die Beiden zusammen und Dempsey
macht seinen jüngeren Partner fit für das raue Leben im Wilden Westen.
Gemeinsam werden sie als Cowboys auf der Triangle Ranch engagiert. Es
ist eine riesige Ranch mit einem Bestand von 10.000 Rindern. Einige
Nachbarn verfolgen mit Sorge die expandierenden Pläne der
Ranchbesitzerin Reed Bowman (Jeanne Crain), sie überlegen ob sie ihr
Land einzäunen müssen, damit sie das Gras darauf als Winterfutter mähen
können um ihre Tiere durch die kalte Jahreszeit zu bringen. Doch Reed
Bowman hat skrupellose Pläne. Sie will ihren Viehbestand auf bis zu
30.000 Rinder ausbauen. Dies wäre der Untergang für alle kleineren
Rancher in der Umgebung. Als Reed auch noch fiese Revolverhelden (u.a.
Richard Boone) anheuert muss Dempsey seine Loyalität zu seiner
attraktiven Chefin prüfen...
Regie: Martin Ritt
Russells Reise in die Zivilisation
1880 im Indianerreservat San Carlos, Arizona: John Russell (Paul Newman)
lebt hier und jagt mit anderen Stammesmitgliedern der Apachen Pferde.
Mit der Zähmung der Mustangs verdienen sie ein bisschen Geld, sie
verkaufen sie an die Postkutschengesellschaften. Das Leben im Reservat
ist ansonsten ärmlich. Trotzdem hat sich John Russell entschieden wieder
bei den Indianern zu leben. Als Junge wurde er von den Apachen
gefangengenommen, lernte ihre Lebensart und ihre Verhaltensweisen kennen
und schätzen. Ein Wanderer zwischen den Kulturen, denn er kam wieder
zurück zum weissen Mann, wurde von einem Mr. Russell adoptiert.
Der Posthalter Mendez (Martin Balsam) teilt ihm bei einem Treffen mit,
dass er keine Pferde von den Indianern mehr braucht. "Fortschritt"
heisst die Devise, die Postkutschen müssen alle langsam weichen, weil
die Eisenbahn auch in die entlegensten Gebiete vordringt.
John erbt aber ein Gasthaus des verstorbenen Adoptivvaters und damit
setzt er die Wirtin dieses Hauses Jessie Bendow (Daine Cilento), die
gerade von ihrem Liebhaber (Cameron Mitchell)den Laufpass bekam,
sozusagen auf die Straße.
Ein "ausserreguläre" Postkutschenfahrt wird von dem vermögenden Dr.
Favor (Frederic March), Indianeragent von San Carlos und seiner
wesentlich jüngeren Frau (Barbara Rush) bestellt.
Jessie steigt dazu. John, der sich inzwischen die Haare geschnitten hat und wieder wie ein Weisser aussieht, ebenfalls.
Dazu die Jungvermählten Billy (Peter Lazer) und Doris (Margaret Blye).
Die letzte Fahrkarte erzwingt sich der dubiose wie brutale Grimes
(Richard Boone), indem er einen Reisenden einschüchtert.
Dann beginnt eine FAhrt voller Hindernisse....
Martin Ritt (Der Strohmann, Der Spion, der aus der Kälte kam) drehte
"Hombre" im Jahr 1967 und in diese Zeit fällt auch der lange Jahre
anhaltende Ablösungsprozess vom klassischen Western in den reifen
Spätwestern.
Der zynische Italowestern setzte Trends und so musste auch der
überlebensgrosse Westernhero der US-Filme langsam einem differenzierten
Hauptfigur weichen.
Man wird schnell an "Ringo" erinnert, diesen legendären
Postkutschenwestern von John Ford, in dem eine Gruppe von Weissen in der
Postkutsche von wilden Indianern bedrängt wird.
Im "Hombre" sitzt der Indianer zuerst in der kutsche, wird aber von
einigen rassistischen Fahrgästen rausgemobbt. Und die Übeltäter sind
diesmal nicht die auflauernden Indianer, sondern eine Gruppe von
Gangstern, darunter ein Mexikaner (Frank Silvera).
"Hombre" zeigt auch das damalige Bemühen endlich das Indianerbild
gerechter darzustellen wie viele andere Filme, die in dieser Zeit des
gesellschaftlichen Umbruchs entstanden sind.
"Hombre" heisst übersetzt Mensch oder Mann, diesen Rufnamen erhält der
den anderen überlegene John Russell von diesem mexikanischen Bandit, der
dem Gegner dahingehend Respekt zollt, weil er nicht mit dessen
Überlegenheit gerechnet hat.
Natürlich sind auch die Bilder von Kameramann John Wong Howe (Verfolgt, Auch Henker sterben, Hud, Tätowierte Rose) erstklassig.
Das sieht man gleich in der Anfangssequenz, als die Indianer lautlos die
klugen Wildpferde einfangen wollen und hält sich bis zuletzt.
Für mich einer der besten US-Western der 60er Jahre. Leider ist er etwas in Vergessenheit geraten.
Regie: Gordon Douglas
Abenteuerspielplatz Wilder Westen
Der wilde Westen kurz nach dem Sezessionskrieg: Ein einsamer Reiter
beobachtet eine Gruppe von Apachen, die ihre Toten begraben und
Klagegesänge anstimmen.
Wie wild ballert der Fremde auf die Indianer und hinterlässt sechs weitere tote Rothäute.
Der Fremde ist der ausgebrannte Südstaaten-Major James "Jim" Lassiter
(Richard Boone). Ein hochdekorierter Soldat, der seit geraumer Zeit
seinen eigenen Privatkrieg gegen die Indianer führt.
Die Apachen haben seine Frau und sein Kind vor seinen Augen brutal
ermordet und somit hat er es sich zur Aufgabe gemacht, diese Indianer zu
jagen und zu töten.
Durch den Besitz eines Repetiergewehrs kommt ihm aber bald die Armee in
die Quere, denn diese Waffe ist das einzige Exemplar einer verschollenen
riesigen Waffenladung, die die Armee verzweifelt sucht und hofft dass
diese 2000 Gewehre nicht an die kriegswütigen Apachen verkauft werden.
Lassiter hat das Gewehr von dem inzwischen halbwahnsinnig gewordenen
Colonel Pardee (Edmond 0`Brian), der auf der mexikanischen Seite des Rio
Conchos mit seiner Armee residiert und von dort aus - gemeinsam mit dem
Apachenhäuptling Bloodshirt (Rodolfo Acosta) nachträglich den
Unabhängigkeitskrieg doch noch für die Südstaaten und vor allem vor sich
entscheiden will.
Lassiter (Richard Boone) soll sich daher gemeinsam mit dem mexikanischen
Halsabschneider und Frauenhelden Rodriguez (Anthony Franciosa)
gezwungenermaßen einer kleinen Militärexpedition der Offiziere Haven
(Stuart Whitman) und Franklyn (Jim Brown) anschließen, die nach Mexico
führen soll.
Ziel der Armee ist es, diese gestohlenen Waffen aufzuspüren und diese
entweder zurückbringen oder zu vernichten. Keine leichte Aufgabe für die
vier ungleichen Männer, von denen zwei ihre eigenen Pläne verfolgen.
Auf dem Weg zum Rio Conchos gibts für den Westernfreund unbequeme Bilder
und Situationen; Einen Gnadenschuss für eine vergewaltigte und
verstümmelte Frau, ein sterbendes Baby, harte Folterszenen, grausame
Kämpfe mit den Indianern und mit einer Horde mexikanischer Banditen.
Ausserdem lesen die Vier auch noch eine Indianerin (Wende Wagner) auf, die sie somit begleiten wird