Regie: Arnold Laven
Montag, 8. Dezember 2025
Die glorreichen Reiter (The Glory Guys)
Regie: Arnold Laven
Sonntag, 20. Februar 2022
Cat Ballou - Hängen sollst du in Wyoming (Cat Ballou)
Regie: Elliot Silverstein
Fiese Revolverhelden..
Und so wird aus ihr Cat Ballou - die attraktive Frau in der Todeszelle. Elliot Silverstein drehte ein paar Jahre später mit "Ein Mann, den sie Pferd nannten" einen wesentlich düsteren Western. "Cat Ballou" macht einfach Spass, auch wenn nicht alle Gags zünden, aber dafür entschädigt Lee Marvin in der komischsten Rolle seiner Karriere.
Mittwoch, 5. Januar 2022
Sierra Charriba (Major Dundee)
Regie: Sam Peckinpah
Ein von den Studios verstümmelter Monumentalwestern...
Der Apachenhäuptling Sierra Charriba (Michael Pate) überfällt mit seiner
stattlichen Anzahl Kriegern immer wieder die Siedlungen weißer Siedler.
Die Opfer sterben einen qualvollen Tod, lediglich kleine Jungen werden
vom Stamm am Leben gelassen, um sie zu Indianerkriegern zu erziehen.
Und wieder einmal hat der grausame Häuptling gnadenlos zugeschlagen und mehrere Knaben während eines Massakers entführt.
Major Amos Dundee (Charlton Heston) der wie er selbst äussert, in
Gettysburg seinen eigenen Krieg geführt hat, ist im Jahre 1864
Kommandant des Forts nahe der mexikanischen Grenze.
Seine Aufgabe besteht darin Gefangene zu bewachen und die Apachen, wenn es nötig ist, abzuwehren.
Eine Art Degradierung für seine eigenmächtigen Eskapaden in Gettysburg.
Zu den Gefangenen zählen auch Gefangene aus der Konföderierten-Armee des
Südens, darunter Dundees einstmaliger Freund Captain Tyreen (Richard
Harris). Tyreen wurde bereits bei Kriegseinbruch von der Unionsarmee
ausgeschlossen, er kämpfte dann aber weiter... munter für den Feind.
Dundee rüstet sich eine Strafexpedition gegen Sierra Charriba, sein
Fährtensucher Samuel Potts (James Coburn) hat derweil die Aufgabe
herauszufinden, ob der indianische Fährtensucher der Armee ein Verräter
ist.
Da Dundee keine Order hat die Indianer ins benachbarte Mexiko zu
verfolgen geschweige denn die Aufgabe einen Krieg gegen die
Indianerarmee zu führen, entscheidet Dundee wieder einmal im Alleingang
das weitere Vorgehen.
Unter den Gefangenen soll eine Freiwilligen-Armee entstehen, den
gefangenen Südstaatlern verspricht er ein gutes Wort für eine
Begnadigung einzulegen.
Seinen Freund Tyreen kann er nur mit dem Druckmittel "Tod durch
Erhängen" überzeugen. Ein Teil von Tyreens Leuten wollten vor geraumer
Zeit fliehen und bei dem Versuch wurde ein Wachposten getötet. Also
verurteilt ihn und seine Männer ein Kriegsgericht unter der Leitung
Dundees zu Tode.
Am Tag der Exekution willigt Tyreen schliesslich ein.
Zur Gruppe gehören auch Lieutenant Graham (Jim Hutton), Sergeant Gomez
(Mario Adorf) und der junge Soldat Tim Ryan (Michael Anderson jr.), der
seine Eindrücke in ein Tagebuch schreibt.
In Mexiko selbst haben sich Dundees Männer dann auch noch zusätzlich mit
der französischen Armee angelegt. Dundee hat dort die Gelegenheit sich
als Freund der Mexikaner vor den französischen Unterdrückern zu
profilieren, in diesem Zusammenhang lernt er in einem befreiten Dorf die
junge Witwe Teresa Santiago (Senta Berger) kennen, ein schöne Frau, die
aus Wien stammt.
Obwohl Dundees Leute bald den riesigen Erfolg verbuchen können, weil die
kleinen Jungs wohlbehalten auffinden lassen, wittern der kampfgierige
Major einen Trick von Charriba und hört nicht auf die Indianer weiter zu
verfolgen.
Seinem ehrgeizigen und überambitonierten Eifer ist es am Ende zu
verdanken, dass nur noch 11 Verwundete von ursprünglich 56 Männer
zurückkehren.
Dundee erwies sich nicht als Mann der Tat, sondern einer der sich
ständig gegen seinen ehemaligen Freund und Widersacher beweisen musste,
wer es als Mann mehr drauf hat.
Sam Peckinpahs "Major Dundee" (Sierra Charriba) gilt wie von Strohheims "Gier" und Orson Welles "Der Glanz des Hauses Amberson" als eines der Meisterwerke der Filmgeschichte, die leider nur noch in verstümmelter Fassung vorliegen.
Ursprünglich hatte der Film eine Laufzeit von 164 Minuten, er wurde in der Kinoauswertung auf 120 Minuten heruntergeschnitten. Immerhin konnten einige wichtige Szenen wieder eingefügt werden, diese Extented Version hat eine Laufzeit von 134 Minuten und lässt erahnen, dass dieser Monumentalwestern in seiner von Peckinpah erdachten Version eine Art "Lawrence von Arabien" des Western geworden wäre.
So fehlen leider einige Szenen, die die Charaktere von Dundee und Tyreen, auch das Verhältnis der beiden Männer zueinander, besser beleuchten.
Im ersten Drittel fehlt das ganze Indianer-Massaker, das die Strafexpedition auslöst.
Ebenfalls nicht komplett erhalten die ruhigen Sequenzen, als der verletzte Dundee von einer Mexikanerin (Begona Palacios) gepflegt wird und den Mißerfolg seines Kommandos reflektiert.
Trotz der Verstümmelung bleibt "Sierra Charriba" ein herausragender Western der 60er Jahre, er bekam wegen diesem Werk gar den Beinamen "Bastardsohn von John Ford" - denn seine Armee von Soldaten ist nicht dieser heroische Haufen wie ihn Ford immer gerne dargestellt hat.
Sie befolgen die Befehle eines gezeichneten und extrem widersprüchlichen Majors, der sie egoistisch in die Hölle schickt. So gesehen ist Peckinpahs Dundee aber auch ein Artverwandter von Fords Owen Thursday (Fort Apache - Bis zum letzten Mann).
Donnerstag, 2. Dezember 2021
Der Mann vom großen Fluß (Shenandoah)
Regie: Andrew V. McLaglen
Patriarch und Pazifist....
Der britsche Regisseur Andrew V. McLaglen war der Sohn des
oscarpreisgekrönten Schauspielers Victor McLaglen und ist vor allem
bekannt, weil er sehr in der späten Phase von John Wayne dessen Filme
inszenierte. Durch seinen Vater, ein Freund von Wayne, kam er schon als
Jugendlicher mit dem Film in Berührung, bekam zuerst kleine Rollen und
später arbeitete er als Regieassistent für John Ford, William A.
Wellmann oder Budd Boetticher. 1963 übernahm er die Regie von
"MacLintock" und der Western sollte sein favorisiertes Genre bleiben. Er
führte Regie in "Der Weg nach Western", "Bandolero" oder "Geier kennen
kein Erbarmen" - sein vielleicht größter Kassenerfolg erzielte er in der
Hochphase des Söldnerfilm-Genres mit "Die Wildgänse kommen". Es folgten
ähnliche Streifen wie "Die Seewölfe kommen", "Sprengkommando Atlantik"
oder "Steiner - das eiserne Kreuz 2".
Einer seiner beliebtesten Filme ist sicherlich "Der Mann vom großen
Fluß" (im Original "Shenandoe) und zeigt James Stewart in einer seiner
Paraderollen als verwitweter Farmer Charlie Anderson. Seiner sehr früh
verstorbenen Frau hat der Patriarch versprochen, seine sechs Söhne Jacob
(Glen Corbett), James (Patrick Wayne), Nathan (Charles Robinson), John
(Jim McMullan), Henry (Jim McIntire)und Boy (Philip Alford) sowie seine
einzige Tochter Jennie (Rosemary Forsyth) zu gottesfürchtigen
Christenmenschen zu erziehen. So ist es Pflicht jeden Sonntag zum
Gottesdienst zu gehen - auch wenn die Andersons mit schöner
Regelmässigkeit zu spät kommen. Sehr zum Leidwesen von Pastor Bjoerling
(Denver Pyle). Eine echte Bedrohung wird zunehmend der Bürgerkrieg
zwischen Süd- und Nordstaaten. Charlie als Patriot für Virginia ist aber
dennoch ein entschiedener Gegner der Sklaverei, so hat er sich bisher
immer aus dem Krieg und den Schlachten heraushalten können, obwohl vor
allem sein Ältester Jacob für den Süden kämpfen würde. James ist als
einziger der Jungs bereits verheiratet, seine hübsche Frau Ann
(Katherine Ross) ist schwanger. Tochter Jennie ist verliebt in den
Konföderiertenoffizier Sam (Doug McClure), der bald um ihre Hand anhält.
Immer näher kommt der Krieg an die Farm heran. Eines Tages findet Boy
am Fluß eine Südstaatensmütze, die er einfach aufsetzt, weil sie ihm
gefällt. Diese Mütze der Rebellen wird dann bei einer Waschbärjagd mit
seinem dunkelhäutigen Freund Gabriel (Eugene Jackson jr.) zum
Verhängnis. Er wird von Nordstaatlern gefangen genommen und verschleppt.
Damit ist die Neutralität der Familie Anderson beendet. Gemeinsam mit
dem Vater machen sie die Söhne und die Töchter auf, den Jüngsten zu
suchen. Zuhause bleiben nur James und Ann..
Der Originaltitel Shenandoe bezieht sich auf den gleichnamigen Fluß. MacLaglens Film galt 1965 sogar als ein Statement gegen den Krieg, angesichts des beginnenden Vietnamkrieges. Doch irgendwann kann die Neutralität nicht mehr gehalten werden - eben dann, wenn der Verbund der Familie in Gefahr gerät. Der vor allem auf den Western spezialisierte Kameramann William H. Clothier liefert natürlich die passenden Bilder des Familiendramas während des Sezessionskriegs. Clothier wurde zweimal völlig zu Recht für den Oscar nominiert, konnte jedoch weder für "The Alamo" noch für "Cheyenne" den begehrten Filmpreis gewinnen. Weitere überzeugende Arbeiten lieferte er für "Im Höllentempo nach Fort Dobbs", "Der Siebente ist dran", "Der Mann, der Liberty Valance erschoß", "Die Gewaltigen" oder "Die fünf Vogelfreien" ab. Der Film ist an einigen Stellen ein bisschen sentimental ausgefallen, aber die Story ist gradlinig und spannend und von McLaglen routiniert inszeniert. Rosemary Forsyth bekam sogar den Golden Globe als beste Nachwuchsdarstellerin. Es gibt auch ein erfreuliches Wiedersehen mit Philip Alford, der in "Shenandoe" den Boy spielt. Alford bleibt unvergessen in der Rolle als Jem Finch in "Wer die Nachtigall stört"
Bewertung: 7,5 von 10 Punkten.
Die 4 Söhne der Katie Elder (The Sons of Katie Elder)
Regie: Henry Hathaway
Lebt denn die alte Frau Elder noch ?
"Die vier Söhne der Katie Elder" ist einer der populärsten Western von John Wayne. Der Film ist perfekt auf den Star zugeschnitten. Im Grunde muss John Wayne wie so oft nur John Wayne spielen. Eine schauspielerische Höchstleistung wie in "Der schwarze Falke", "Red River" oder "Der Mann, der Liberty Valance erschoß" muss Wayne nicht erbringen. Dennoch funktioniert der Film super, auch wenn er manchmal etwas übertrieben und albern wird, vor allem dann, wenn die vier Brüder miteinander kommunizieren. Dennoch tun diese humorigen Einlagen der Spannung keinen Abbruch. Aber Highlight ist natürlich John Wayne...und vor allem auch die tolle Kameraarbeit von Lucien Ballard, der nur einmal in seiner langen Filmkarriere eine Oscar-Nominierung erhalten hat. Das war 1964 für "Frauen, die nicht lieben dürfen".












