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Sonntag, 8. Januar 2023

Der Mann ohne Furcht (Jubal)


Regie: Delmer Daves

Jubal...
 
Delmer Daves gilt als einer der großen Westernregisseure der 50er Jahre. Er drehte Genreklassiker wie "Der gebrochene Pfeil", "Der letzte Wagen", "Der Galgenbaum" oder "Zähl bis drei und bete" - Filme, die noch heute zu den besten Western aller Zeiten gezählt werden. Sein 1956 entstandener Film "Der Mann ohne Furcht" ist etwas weniger bekannt.
Er gilt als einer der eher raren erwachsenen Western der 50er Jahre und die Hauptrolle spielen diesmal nicht die gewohnten Schießereien oder Kämpfe mit Indianern. Auch das Gut und Böse Schema hat hier Zwischenstufen. Daves setzt auf eine Art Drama von Shakespeare...das sich aber im Wilden Westen abspielt.
Die Hauptfigur heißt Jubal Troop (Glenn Ford) und es ist einer der Cowboys, die einfach irgendwo auftauchen und durch ihre Anwesenheit für große Veränderungen sorgen. Aber Jubal ist kein Held wie Shane, der mit seinem Pferd vorbeireitet, dann für Ordnung sorgt und wieder weiterreitet. Jubal hat noch nicht mal mehr ein Pferd, als der Rancher Shep Horgan (Ernest Borgnine) ihn findet. Horgan nimmt den erschöpften Fremden mit aufs Pferd und bringt ihn in sein Haus. Dort lernt Jubal auch Mae (Valerie French), die junge Ehefrau von Shep kennen. Shep wird von seinen Arbeitern Pinky (Rod Steiger) oder Sam (Noah Beery jr) als der beste Chef bezeichnet. Tatsächlich pflegt Shep einen kollegialen Umgang mit seinen Männern. Er hat zwar eine raue Schale, wirkt manchmal etwas derb - aber er hat ein gutes Herz. So nimmt Jubal bei ihm eine Stellung als Cowboy an, obwohl er weiterziehen wollte. Denn er meint "ich ziehe immer irgendwo das Unglück an" und mit Pinky hat er gleich einen Feind in nächster Nähe. Mae macht ihm sofort klar, dass sie mit ihm ein Verhältnis eingehen will. Obwohl ihm die heißblütige Frau gefällt, gibt er ihr einen Korb. Denn Shep ist inzwischen so etwas wie ein echter Freund geworden. Es überrascht dann auch nicht, dass Jubal bald die stelle als Vorarbeiter bekommt. Shep vertraut Jubal vollkommen. Eines Tages tauchen christliche Siedler auf dem Land auf. Eine davon ist die hübsche Naomi Hoktor (Felicia Farr), die sich in Jubal verliebt...

In einer Nebenrolle ist guter Cowboy ist auch Charles Bronson zu sehen. Wenn schauspielerische Größen wie Ernest Borgnine und Rod Steiger tragende Rollen spielen, dann kann der Film natürlich nicht schlecht sein. Tatsächlich erweist sich "Der Mann ohne Furcht" als prächtiger Edelwestern mit dramatischer Struktur. Statt rauchenden Colts gibts vor allem Liebe, Begierde, Eifersucht und Intrigenspiele. Der Film spielte bei seinem Erscheinen in den USA ca. 1,8 Millionen Dollar ein.

Bewertung: 7,5 von 10 Punkten.

 

Samstag, 8. Januar 2022

Zähl bis drei und bete (3:10 to Yuma)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Delmer Daves

Der 3 Uhr 10 Zug nach Yuma...

Arizona um 1880: Dort lebt der Rancher Dan Evans (VAn Heflin) mit seiner Frau Alice (Leora Dana) und den beiden Söhnen. Die Arbeit ist hart und zusätzlich macht den Farmern in dieser Gegend die langanhaltende Dürre zu schaffen, wenn es nur endlich regnen würde. Als Dan und seine Kinder die eigene Viehherde wieder einfangen will, die wohl entführt worden sind, werden sie Zeuge eines Überfalls auf die Postkutsche. Es ist der berüchtigte Ben Wade (Glenn Ford) und seine Bande. Bei dieser Aktion erschießt der Outlaw kaltschnäuzig zwei Männer. Dan hält sich zurück, weil er sein Leben und das Leben seiner Söhne nicht gefährden will. Die Bande kann entkommen. Als Dan nach Hause kommt hat er das Gefühl, dass seine Frau etwas enttäuscht reagiert, weil er nicht mutiger eingeschritten ist.
Auf ihrer Flucht macht die Bande Halt in Bisbee und geben sich dort als Cowboys aus, die den Überfall beobachten konnten. Wade ist sehr interessiert an der hübschen Bardame Emmy (Felicia Farr), die im Saloon bedient und so bleibt er als Einziger im Ort, während seine Männer schon lange losgeritten sind. Dadurch kann der Bandit mit Hilfe von Dan überwältigt werden. Der Postkutschenbesitzer Mr. Butterfield (Robert Erhardt) bietet 200 Dollar für den Transport des Gefangenen nach Contention City, wo ein Zug um 3 Uhr 10 den Gangster in das größere Yuma bringen soll, dort soll ihm der Prozess gemacht werden. Lediglich Dan und der Alkoholiker Alex Potter (Henry Jones) haben den Mut dieses Risiko auf sich zu nehmen, denn Wades Bande will natürlich ohne Rücksicht auf Verluste den Boss befreien...

Der Fillm von Delmer Daves entstand 1957 und wurde in schwarz-weiß gedreht, dies verleiht ihm eine nüchterne Atmosphäre und man erinnert sich manchmal an bisschen an Zinnemanns Meisterwerk "High Noon". Dabei erweist sich der Bandit als sehr gerissen, intelligent und geblidet. In der besten Szene des Films wird sehr viel über seine Sehnsüchte offenbart. Die Bardame Emmy erinnert ihn für Momente daran, dass er liebend gerne auch seßhaft sein würde, gemeinsam mit einer Frau, die zu ihm hält. Dies hat ihm Dan voraus, dessen Frau in einer ähnlich guten Szene beweist, dass sie sich um ihren Mann sorgt und felsenfest zu ihm hält. In dieser Konstellation verändert sich die Skrupellosigkeit von Ben Wade, denn zu irgend einem Zeitpunkt versucht er nciht nur Dan auf seine Seite zu ziehen, sondern er erweist sich schon beinahe - zum eigenen Schaden - als Schutzengel des einfachen Farmers. Ein schöner Western. 

Bewertung: 8,5 von 10 Punkten. 

Dienstag, 30. November 2021

Der letzte Wagen (The Last Wagon)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Delmer Daves

Comanche-Todd...

In den Jahren 1956 bis 1959 drehte Regisseur Delmer Daves (Die schwarze Natter, Der gebrochene Pfeil) insgesamt sechs Western: "Der Mann ohne Furcht", "Der letzte Wagen", "Cowboy", "Zähl bis drei und bete", "Geraubtes Gold" und "Der Galgenbaum". Alle sechs sind gute Beispiele für das Können des Regisseurs, mein Favorit ist wohl der 1956 gedrehte "Der letzte Wagen", der in De Luxe Color und Cinemascope gedreht wurde und optisch noch heute ein Wucht ist. Ausserdem ist die Geschichte spannend, hat Charme und präsentierte neben dem Topstar Richard Widmark eine ganze Reihe von jungen und unverbrauchten Filmgesichtern.
"Der letzte Wagen" kostete ca. 1,5 Millionen Dollar und spielte in den USA gleich viel in die Kasse. Er lief aber im Rest der Welt auch gut, was die Produzenten sicherlich sehr erfreute.
Ein Mann auf der Flucht, gejagt und gehetzt. Es ist ein gewisser Comanche Todd (Richard Widmark), der seit seinem 8. Lebensjahr bei den Komanchen lebte und nun von der Gebrüdern Harper gejagt wird. Diese Hatz geht auf Leben und Tod und zwei der Harper Brüder werden von den Verfolgten getötet. Nur einer, Sheriff Bull Harper (George Matthews) kann ihn schließlich verhaften. Der Sheriff beschuldigt Commanche Todd des Mordes an seinen Brüdern. Jäger und Gefangener schließen sich einer Karawane von Siedlern an, der von Colonel Normand (Douglas Kennedy) geführt wird. Unter den Reisenden ist auch die hübsche Jenny (Felicia Farr) mit ihrem jüngeren Bruder Billy (Tommy Rettig), Normands Töchter Jodie (Susan Kohner) und Valinda (Stephanie Griffin), der hitzköpfige Ridge (Nick Adams) und der ruhige Clint (Ray Stricklyn), der mit seiner Mutter und der kleinen Schwester reist.
Der Sheriff behandelt seinen Gefangenen sehr unmenschlich und brutal, was einigen des Trecks deutlich missfällt. Der kleine Billy freundet sich sogar mit ihm an. In der Nacht kommen die Jugendlichen auf die Idee den Treck zu verlassen, um im nahe gelegenen Fluß zu baden. Am anderen Morgen müssen sie schockiert feststellen, dass die Apachen den Treck überfallen haben. Niemand wurde verschont, alle sind tot. Nur Todd hat überlebt. Wohl oder übel müssen sie nun ihr Leben in dessen Hände geben, denn er ist der Einzige, der sie aus dem Kriegsgebiet der Apachen führen könnte....

Der Film zeigt, dass das Misstrauen der Jugendlichen langsam schwindet, weil so gar nichts von einem gemeinen Mörder in diesem Führer steckt. Im Gegenteil: Er rettet den Jugendlichen mehr als einmal das Leben. Richard Widmark überzeugt in der Rolle als tief in der Seele verletzter Trapper, der den Richter davon überzeugen kann, dass die Harpers seine Frau und seine beiden Söhne ermordet hatten. Ein klarer Justizirrtum und da ist Rache natürlich in Zeiten des Wilden Westens durchaus legitim. Der Held, der seine Familie gerecht hat, darf nun sein altes Leben hinter sich lassen und mit dem Mädel und ihrem kleineren Bruder ein neues Familienleben beginnen. All dies zeichnet beweist den Charme, die Naivität und die Schönheit dieses Westerns durchs wilde Apachenland. Kameramann war Wilfred M. Cline, ein Experte in Sachen Western (Die siebente Nacht, Zwischen zwei Feuern, Auf heißer Fährte).

Bewertung: 9,5 von 10 Punkten. 

Montag, 29. November 2021

Der Galgenbaum (The Hanging Tree)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Delmer Daves

Rivalen am Gold River...

Nach dem gleichnamigen Roman von Dorothy M. Johnson drehte Regisseur Delmer Daves im Jahr 1959 den Film "Der Galgenbaum", der in Deutschland auch unter dem Titel "Rivalen am Gold River" bekannt ist. Bei der 32. Verleihung der Academy Awards wurde er immerhin für den einprägsamen Titelsong von Marty Robbis nominiert. Man kann "Der Galgenbaum" vielleicht als einen Vorläufer von Robert Altmans "McCabe & Mrs. Miller" sehen, weil auch Delmer Daves einen sehr düsteren und verkommenen Ort für seine Geschichte ausgewählt hat. Ein aus dem Boden gestampftes Dorf irgendwo in Montana, weil sich durch den Goldrausch viele gierige Gestalten dort niedergelassen haben. Glücksritter, Banditen oder ganz normale Bürger, die dort eine Existenz aufbauen wollen. Natürlich dürfen auch die leichten Mädchen nicht fehlen, die hier gut zu tun haben, jedoch zu den moralisch geächteten Gemeindemitgliedern gehören. Auch die Figuren in Delmer Daves Film sind Menschen mit Vergangenheit oder mit Geheimnissen.
So wie der Mediziner Joseph Frail (Gary Cooper), der eines Tages in das kleine Nest Skull Creek kommt. Er hat wohl eine schräge, dunkle Vergangenheit und hat sich als Spieler und Revolverheld bereits einen zweifelhaften Namen gemacht. Aber ein Arzt fehlt in diesem Ort und so kauft er zu einem Spottpreis ein Haus, von dem man ins Dorf herunterschauen kann. Das Haus liegt auf einem Hügel. In der ersten Szene des Films sah er diese alte Eiche mit einem dicken Ast, über den ein Seil mit einem ausgefransten Ende gewickelt war, vermutlich eine ehemalige Schlinge und nicht gerade einladend für Fremde. In dieser Gegend ist man schnell dabei einen Mitbürger aufzuknüpfen. Als der junge Rune (Ben Piazza) von Goldsucher Frenchy (Karl Malden) angeschossen wurde, weil der versuchte Gold zus stehlen, kann er ihn verstecken, die kugel entfernen und ihn gesund pflegen. Doch der Doktor tat dies nicht nur aus reiner Nächstenliebe, sondern zwingt den jungen Mann für ihn zu arbeiten, solange bis er die Schuld abgetragen hat. Die Bevölkerung ist dem neuen Arzt misstrauisch gesinnt, der selbsternannte Prediger und Arzt Dr. George Grubb (George C. Scott) macht sogar öffentlich Stimmung gegen seinen Berufskollegen, er bezichtigt ihn als Abgesandten des Teufels. Als eine Postkutsche ausgeraubt wird, werden der Kutscher und ein männlicher Passagier getötet. Dessen Tochter Elizabeth (Maria Schell), eine Schwedin, ist verschwunden. Ein Suchtrupp wird gebildet und man kann die Frau tatsächlich schwer verletzt zum Doktor bringen. Sie hat Verbrennungen am Körper, ist wohl vorübergehend blind und braucht lange Zeit um sich zu erholen. Dadurch entsteht im Dorf Gerede - was hat eine junge Frau so lange beim Arzt zu suchen und wer weiß was der für die Pflege verlangt. Als sie gesund ist sucht sie gemeinsam mit dem lüsternen Frenchy und Rune Gold, die drei kaufen einen Claim. Und tatsächlich stoßen sie auf eine riesige Goldader...

Dieser Reichtum bewirkt bei einigen Figuren in "Der Galgenbaum" das die ganz schlechten Eigenschaften plötzlich herausgekehrt werden und das ganze Dorf feiert mit, es fließt Alkohol in Strömen und Delmer Daves Film ist natürlich bis zum Schluß so düster, dass man die nahende Katastrophe schon erahnt. Die Musik stammt von Max Steiner und die Kameraarbeit stammt von Ted McCord, der schon einige Jahre vorher für "Der Schatz der Sierra Madre" perfekte Bilder schuf. 


Bewertung:  9 von 10 Punkten. 

 

Freitag, 26. November 2021

Der gebrochene Pfeil (Broken Arrow)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Delmer Daves

Sonseeahray...

Delmer Daves Indianerwestern "Der gebrochene Pfeil" entstand 1950 und markiert gemeinsam mit Anthony Manns "Fluch des Blutes" einen bedeutenden Wendepunkt in der Geschichte seines Genres. Man kann "Broken Arrow" (so der Originaltitel) als eine Art "Der mit dem Wolf tanzt" der frühen 50s ansehen. Es war einer der ersten Westrn überhaupt, die die Indianer nicht als die blutrünstigen Bösen darstellte.
Die Handlung ist dem Costner Film nicht unähnlich, natürlich nicht so ausufernd episch, dafür aber aufs Wesentliche konzentriert. Neben seinen gemeinsamen Western mit Anthony Mann gehört dieser Film zu James Stewart besten Western. Die Ereignisse beruhen auf Tatsachen, sie wurden aber für den Film aus dramaturgischen Gründen etwas verändert. Stewart spielt den Scout Tom Jeffords, der es durch seine Bemühungen zustande brachte, ein Friedensabkommen zwischen Rot und Weiß zu realisieren.
Der Abenteurer Tom Jeffords (James Stewart) reitet durch das gefährliche Indianergebiet - er ist auf dem Weg zum Fort, denn er arbeitet gelegentlich für die Armee. Als er Geier in der Luft kreisen sieht, denkt er zuerst an ein verletztes oder totes Tier, dass in der Nähe liegen muss. Doch es ist ein verletzter Indianerjunge (Robert Foster Dover). Obwohl die Apachen als blutrünstige Bestien verschrien sind, behandelt Jeffords die Verletzungen des jungen Indianers und es gelingt ihm ihn gesund zu pflegen. Dies ist auch seine Rettung, denn er stößt bald auf weitere Indianer, die sein Leben verschonen, weil der Junge ihn als seinen Retter vorstellt. Jeffords muss aber mitansehen, wie einige Siedler kurz darauf von den selben Indianern überfallen werden und einige davon ums Leben kommen. In der Stadt angekommen, versucht Jeffords seine Beweggründe zu erklären, warum er dem Jungen half. Doch seine Argumentation stößt auf großes Unverständnis. Man sieht sofort in ihm einen "Indianerfreund". Doch Jeffords lässt sich nicht unterkriegen und hat entschieden zwischen den Weißen und dem Stamm der Chiricaua-Apachen zu vermitteln. Er nimmt dabei in Kauf am Marterpfahl der Indianer zu sterben, denn es herrscht ja erbitterter Krieg. Doch man sagt vom Stammeshäuptling Cochise (Jeff Chandler), dass er ein sehr kluger und besonnener Führer sei. Tatsächlich gelangt er ins Lager der Indianer und kann mit Cochise ein erstes Abkommen in Richtung Frieden schließen. Bei diesem ersten Treffen lernt er auch die junge Indianerin Sonseeahray (Debra Paget) kennen, in die er sich verliebt. Er möchte die Frau sehr bald wiedersehen. Von Cochise hat er die Zusage, dass man die Postreiter, die normale Post mit dem Pferd befördern, nicht mehr angegriffen werden. Tatsächlich halten sich die Indianer an diese Abmachung. Der Krieg geht dennoch weiter und eine Einheit von Soldaten, die durchs Indianergebiet reiten, wird konsequent angegriffen. General Howard (Basil Ruysdael) erkennt aber die Möglichkeit von weiteren Schritten in Richtung Frieden. Gemeinsam mit Jefford will er Cochise besuchen. Dies gibt Jefford die Gelegenheit seine große Liebe wieder zu sehen...


Der Film schildert eindrücklich, dass diese gut gemeinten Friedensbemühungen auf beiden Seiten immer auch Gegner hervorrufen. Cochise macht sich damit seinen Stammesbruder Geronimo (Jay Silverheels) zum Feind. Bei den Weißen sind es am Ende die Rachegedanken des Farmers Ben Slade (Will Geer) und dessen Sohn (Mickey Kuhn), die Cochise in einen Hinterhalt locken. Der Film endet traurig, dennoch wird gleichzeitig am Schluß erwähnt, dass man durch persönliche Opfer ein stück weit mehr Frieden erlangen konnte. Natürlich wirkt "Broken Arrow" heute etwas naiv, aber an der Aussage selbst ist nichts falsch geworden. Denn Daves Film wirbt für ein besseres Verständnis für das fremde Gegenüber und zeigt sowohl die Bemühungen als auch die Stolperfallen in diesem Prozess. So gesehen ist der Film zeitlos und gerade heute wieder aktuell. Jeff Chandler gibt dabei eine besonders imponierende Darstellung des Indianerhäuptling, die gar mit einer Oscarnominierung belohnt wurde. Ebenso oscarnominiert wurde das Drehbuch von Albert Maltz und die Kameraarbeit von Ernest Palmer.

Bewertung: 9 von 10 Punkten.