Regie: Andrew V. McLaglen
Der Treck nach Oregon...
Regie: Andrew V. McLaglen
Patriarch und Pazifist....
Der britsche Regisseur Andrew V. McLaglen war der Sohn des
oscarpreisgekrönten Schauspielers Victor McLaglen und ist vor allem
bekannt, weil er sehr in der späten Phase von John Wayne dessen Filme
inszenierte. Durch seinen Vater, ein Freund von Wayne, kam er schon als
Jugendlicher mit dem Film in Berührung, bekam zuerst kleine Rollen und
später arbeitete er als Regieassistent für John Ford, William A.
Wellmann oder Budd Boetticher. 1963 übernahm er die Regie von
"MacLintock" und der Western sollte sein favorisiertes Genre bleiben. Er
führte Regie in "Der Weg nach Western", "Bandolero" oder "Geier kennen
kein Erbarmen" - sein vielleicht größter Kassenerfolg erzielte er in der
Hochphase des Söldnerfilm-Genres mit "Die Wildgänse kommen". Es folgten
ähnliche Streifen wie "Die Seewölfe kommen", "Sprengkommando Atlantik"
oder "Steiner - das eiserne Kreuz 2".
Einer seiner beliebtesten Filme ist sicherlich "Der Mann vom großen
Fluß" (im Original "Shenandoe) und zeigt James Stewart in einer seiner
Paraderollen als verwitweter Farmer Charlie Anderson. Seiner sehr früh
verstorbenen Frau hat der Patriarch versprochen, seine sechs Söhne Jacob
(Glen Corbett), James (Patrick Wayne), Nathan (Charles Robinson), John
(Jim McMullan), Henry (Jim McIntire)und Boy (Philip Alford) sowie seine
einzige Tochter Jennie (Rosemary Forsyth) zu gottesfürchtigen
Christenmenschen zu erziehen. So ist es Pflicht jeden Sonntag zum
Gottesdienst zu gehen - auch wenn die Andersons mit schöner
Regelmässigkeit zu spät kommen. Sehr zum Leidwesen von Pastor Bjoerling
(Denver Pyle). Eine echte Bedrohung wird zunehmend der Bürgerkrieg
zwischen Süd- und Nordstaaten. Charlie als Patriot für Virginia ist aber
dennoch ein entschiedener Gegner der Sklaverei, so hat er sich bisher
immer aus dem Krieg und den Schlachten heraushalten können, obwohl vor
allem sein Ältester Jacob für den Süden kämpfen würde. James ist als
einziger der Jungs bereits verheiratet, seine hübsche Frau Ann
(Katherine Ross) ist schwanger. Tochter Jennie ist verliebt in den
Konföderiertenoffizier Sam (Doug McClure), der bald um ihre Hand anhält.
Immer näher kommt der Krieg an die Farm heran. Eines Tages findet Boy
am Fluß eine Südstaatensmütze, die er einfach aufsetzt, weil sie ihm
gefällt. Diese Mütze der Rebellen wird dann bei einer Waschbärjagd mit
seinem dunkelhäutigen Freund Gabriel (Eugene Jackson jr.) zum
Verhängnis. Er wird von Nordstaatlern gefangen genommen und verschleppt.
Damit ist die Neutralität der Familie Anderson beendet. Gemeinsam mit
dem Vater machen sie die Söhne und die Töchter auf, den Jüngsten zu
suchen. Zuhause bleiben nur James und Ann..